Örtliche Betäubung

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Die Beschreibung der Eingriffe wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt. Es kann sich jedoch nur um einen Überblick handeln, der keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Zur weitergehenden Information dienen die Webseiten der Leistungserbringer und das persönliche Arzt-Gespräch bzw. die OP – Aufklärung in der jeweiligen operierenden Einrichtung.
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Die sogenannte Lokalanästhesie (von griechisch anaisthesia – Empfindungslosigkeit) ist die einfachste Form der örtlichen Betäubung. Betäubt wird ein kleines Körpergebiet meist im Bereich von Haut- oder Schleimhäuten.

Was passiert bei diesem Verfahren?

Die örtliche Betäubung des Operationsgebietes wird in der Regel direkt vor dem Eingriff von dem Arzt vorgenommen, der auch die anschließende Operation vornimmt.

Verwendet werden bestimmte Medikamente (Lokalanästhetika), die die Eigenschaft haben, die Schmerzleitung eines Nerven für eine gewisse Zeit zu blockieren. Diese Mittel werden nach der Desinfektion im Operationsfeld fächerförmig unter die Haut oder Schleimhaut gespritzt (infiltriert – daher auch Infiltrationsanästhesie genannt). Meist merkt man dabei nur den ersten Einstich, da die weiteren in bereits betäubten Gebieten erfolgen. Nach einer kurzen Einwirkzeit ist das so behandelte Gebiet völlig empfindungslos und der Eingriff kann durchgeführt werden. Falls Sie doch noch etwas spüren, sollten Sie das zu jedem Zeitpunkt des Eingriffs Ihrem Arzt mitteilen, der die Betäubung dann problemlos verstärken kann. Am Auge kann die örtliche Betäubung auch mittels Augentropfen erfolgen.

Eine alternative Form der örtlichen Betäubung für sehr kurze oberflächliche Eingriffe an der Haut kann die Vereisung (Kryoanästhesie) sein. Hierbei wird ein Kältespray aufgebracht, das für circa eine Minute die Hautoberfläche betäubt. Eine weitere Form ist die Auftragung von lokalen Betäubungsmitteln in einer Creme, die unter einem Pflaster 60 Minuten einwirken muss.

In welchen Situationen ist dieses Verfahren zu empfehlen?

Die lokale Betäubung eignet sich vor allem bei Eingriffen an Haut und Schleimhaut wie z.B. die Entfernung von Warzen, kleinen oberflächlichen Hauttumoren oder zum Verschluss von kleinen Hautwunden.
Wie bei allen Formen der örtlichen Schmerzausschaltung bei erhaltendem Bewusstsein, hat das Verfahren den Vorteil, dass der Patient jederzeit ansprechbar ist und mögliche „Nachwirkungen“ einer Narkose wegfallen.

Oft wird die örtliche Betäubung auch vor anderen Verfahren eingesetzt, damit man von dem Einstich mit den dickeren Nadeln nichts merkt.

Die Verwendung der betäubenden Hautcremes kommt besonders bei kleineren Eingriffen bei Kindern in Frage, die Angst vor der Spritze haben und nicht still halten.

Wer ist für dieses Verfahren nicht geeignet?

Nicht angewandt werden darf das Verfahren bei Allergien gegen das Lokalanästhetikum, ansonsten bestehen keine Gegenanzeigen.

Bei Eingriffen in tiefer gelegenen Körperregionen wie z.B. an Gelenken reicht die Lokalanästhesie nicht aus, da die Betäubungsmittel nicht tief genug eindringen. Hier finden dann andere Verfahren wie z.B. die Leitungsblockierung (Verweis: Leitungsanästhesie), Plexusblockade (Verweis: Plexusanästhesie) oder die Spinalanästhesie Anwendung.

Schwierigkeiten können auch bei Entzündungen im Operationsgebiet oder bei Eingriffen am Fingern bestehen.

Wie ist das Risiko einzuschätzen?

Zwar sind die Betäubungsmittel, wenn sie in den Kreislauf geraten, nicht ganz ungefährlich. Bei der örtlichen Betäubung ist das aber so gut wie ausgeschlossen. Die Stoffe werden vom Körper an Ort und Stelle gleich abgebaut und der blockierte Nerv funktioniert hinterher wieder genauso gut wie vorher.

Was passiert danach und was müssen Sie beachten?

Auch nach dem Eingriff ist das entsprechende Gebiet noch für einige Zeit betäubt, was die meisten Menschen von zahnärztlichen Eingriffen her kennen. Bei Eingriffen im Mund, sollten Sie bis zum völligen Nachlassen der Betäubung nichts essen, da Sie sich ohne es zu merken auf die Wangenschleimhaut oder Zunge beißen könnten.

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zzz