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30.10.2013: BAO-Newsletter

BAO-Newsletter; Nr. 08/13, vom 30. Oktober 2013 Nachrichten für Ambulante Operateure und Anästhesisten

Inhalt:
Mitteilungen des Präsidiums
Leserbrief
Mitteilung unseres Justitiars
Kommentierte Nachrichten
Nachrichten
Termine

Mitteilungen des Präsidiums

Wir freuen uns, in diesem Newsletter einmal einen Leserbrief veröffentlichen zu können (über weitere Reaktionen würden wir uns auch in Zukunft freuen). Die lebhafte Formulierung finden wir erfrischend. Sie wird vielen Kollegen aus dem Herzen sprechen. Gleichzeitig macht er uns bewusst, dass Politik nur zu einem Teil Sachargumenten folgt und viel Irrationalität beinhaltet. Es geht auch ganz entscheidend darum, Stimmung zu machen.

Da sind Ärzte bislang noch sehr zurückhaltend gewesen, während der SpiBu munter mit fragwürdigen Argumenten Pressekampagnen gegen die Ärzte lanciert. Jetzt versucht die KV mit einer langfristigen Kampagne Stimmung auch für Ärzte bei der Bevölkerung zu machen.
Recht so und hoffen wir, dass es auch wirkt!

Jörg Hennefründ

Leserbrief

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Interesse lese ich Ihre Newsletter.

Ihr kurzer Kommentar zur GOÄ Reform allerdings hat mich erschüttert.
Da verhandeln also ernsthaft Spitzenpolitiker über die Absenkung von 25 % der Honorare, um Kostensteigerungen bei der PKV zu reduzieren?
Hallo, haben einige Verhandlungsteilnehmer ihre Tabletten nicht eingenommen? Die Honorare gehören nach 30 Jahren Stillstand um mindestens 100 % erhöht, vor allem um Anschluss an die Vergütungen unserer westlichen Nachbarländern heranzukommen (z. B. Schweiz, Österreich).

Oder plant man demnächst auch die Energiepreise für Verbraucher um 25 % abzusenken, um Kostensteigerungen in diesem Sektor entgegenzuwirken?

Herr, lass Hirn regnen und auf Bedürftige treffen!

Auch Ihre statistischen Angaben zur Einkommenssteigerung in Praxen kann ich nicht nachvollziehen.
Ein durchschnittlicher Ertragswert von 234.000 € vor Steuern erfordert bei circa 50 % Kosten einen Umsatz von knapp 500.000 €.
Bei einem durchschnittlichen Scheinertrag von 25 € und einer Scheinzahl von 1.000 ergibt das 100.000 € pro Jahr über die GKV.

Um auf den Gesamtumsatz von 500.000 zu kommen benötigt diese Praxis also 400.000 € über die Privatversicherten, das heißt, der Privatanteil läge hier bei 80 % und nicht bei 30 % vom Umsatz.

Hier haben wohl einige Umsatz und Ertrag verwechselt, sehr zum Nutzen von Politik und Kassen, um die Preise zu drücken.

Ich wünsche mir manchmal Funktionäre, die in unserem Interesse kämpfen, auch die Faust mal auf den Tisch hauen und vor allem ein bisschen rechnen können;-)

Viele Grüße Dr. Fecher
BAO-Mitglied

Mitteilung unseres Justitiars

Straftat oder schwere Straftat – (allein) das ist die Frage!

Der Bundesrat hat in seiner Sitzung am 20. September 2013 beschlossen, das Präventionsgesetz zu stoppen. Der Bundestag hatte zuvor mit CDU/FDP-Mehrheit in diesem Gesetz auch die "Regelungen zur Bekämpfung der Korruption im Gesundheitswesen" im Sozialgesetzbuch verschärft. Dort ist ein Strafrahmen von bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe für Korruption im Gesundheitswesen vorgesehen.
Dem SPD-dominierten Bundesrat geht das nicht weit genug: Er hält es für erforderlich, dass

  • der Straftatbestand der Bestechlichkeit und Bestechung im Gesundheitswesen als §299a in das Strafgesetzbuch eingefügt wird,
  • alle Angehörige von staatlich anerkannten Heilberufen vom Tatbestand der Bestechlichkeit und der Bestechung erfasst werden,
  • durch eine Erweiterung des §300 StGB eine Strafverschärfung auch für besonders schwere Fälle der Bestechlichkeit und Bestechung im Gesundheitswesen eingeführt wird,
  • der neue Straftatbestand der Bestechlichkeit und Bestechung im Gesundheitswesen als Offizialdelikt ausgestaltet wird.

Fazit:
Unabhängig davon, wer in der zu erwartenden Großen Koalition das Gesundheitsministerium besetzt: Die gesetzlichen Vorgaben zur Korruption im Gesundheitswesen werden umfassend reformiert, (vermeintlich) "übliches" Vorgehen (mittelbare oder unmittelbare Kick-Back-Zahlungen, Übernahme von Kosten, kostenlose Gestellung von Geräten, etc., etc.) kann als (schwere) Straftat eingestuft werden.

RA Dr. R. Großbölting, Justiziar des BAO
grossboelting@kwm-rechtsanwaelte.de

weitere aktuelle Themen rund um das Medizinrecht unter: http://www.operieren.de/content/e3247/e6265/e24059/e29657/

Kommentierte Nachrichten

Keine Befunderhebung? - Dann droht Beweislastumkehr (Ärzte Zeitung 5.09.2013)
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat am 2. Juli 2013 entschieden: Wenn Ärzte einen Befund nicht erheben oder dies nicht dokumentieren, kann dies zur Beweislastumkehr führen. Im vorliegenden Fall war eine Patientin vom ärztlichen Notdienst in ein Krankenhaus wegen Kopfschmerzen eingewiesen worden. Die behandelnde Ärztin verordnete Medikamente gegen Schmerzen und Übelkeit. Ob und wie diese Medikamente gewirkt haben, wurde in der Akte nicht dokumentiert. Erst nach 20 Stunden, als epileptische Krämpfe auftraten, wurde eine Hirnvenenthrombose diagnostiziert und eine Heparinbehandlung begonnen. Die Kläger hatten argumentiert, dass die Patientin noch Leben würde, wenn die Heparinbehandlung 20 Stunden früher begonnen worden wäre.
Der BGH moniert, dass nach Gabe der Medikamente eine "klinische Verlaufskontrolle" unterblieb und deswegen eine Beweislastumkehr möglich wäre. Dieses muss jetzt erneut vom Oberlandesgericht Naumburg entschieden werden.
Kommentar: Durch dieses Gerichtsurteil wird noch einmal deutlich, wie wichtig es ist, Verlaufskontrollen zu dokumentieren. Dieses gilt nicht nur im Aufwachraum nach ambulanten Operationen oder Narkosen, sondern auch nach der Entlassung bei gemeldeten Komplikationen. Operateure und Anästhesisten müssen sich um ihre Patienten kümmern, bis die Verantwortung für den Patienten in die Hände eines weiter betreuenden Arztes bzw. einer Ärztin übergeben wird.
J.B.

Grünen-Studie: Fachärzte lassen Kassenpatienten warten (Ärzte Zeitung 3.09.2013)
Die Grünen in Niedersachsen haben eine Umfrage bei 340 Facharztpraxen der Fachrichtungen Dermatologie, Augenheilkunde, HNO, Neurologie, Kardiologie, Radiologie, Innere Medizin und Orthopädie durchgeführt. Thema der Studie war "Warten Kassenpatienten länger auf einen Facharzttermin als privat Versicherte?". Nach dieser Umfrage warten Kassenpatienten in Niedersachsen im Durchschnitt 100 Tage länger als Privatpatienten. Spitzenreiter war eine Hautarztpraxis, die einem Privatversicherten einen Termin in 33 Tagen vergab, einem Kassenpatienten hingegen einen Termin in 190 Tagen. Die Grünen nehmen das Ergebnis der Umfrage zum Anlass, eine Bürgerversicherung zu fordern; der NAV-Virchowbund hält dagegen, dass bei nicht akuten Leiden längere Wartezeiten häufig anfallen oder eher noch länger werden, da nach Einführung der Bürgerversicherung etliche Praxen schließen müssten, weil die Einkünfte über die Privatversicherten dann wegfielen.
Kommentar: Also nochmals: Da haben wir also unbestritten eine der international besten medizinischen Versorgung der Bevölkerung. Niemand bestreitet, dass die Vertragsärzte in der Lage sind, Notfälle zu erkennen und akut zu behandeln, vor allen planbaren Terminen. Die Privatpatientin zahlen überproportional in dieses System ein. Und nun soll es ein Argument sein, dass bei einem einzigen Arzt ein Kassenpatient 190 Tage auf einen Termin warten musste. Das sind die Zeiten, die in anderen Ländern bei Fachärzten der Normalfall sind!!! Und das soll jetzt auch bei uns für alle so sein? Im Namen der Gerechtigkeit!?! Die Argumentation ist peinlich, peinlicher geht es nicht, aber die Presse nimmt sie ernsthaft auf. Die Neidkultur lebt unvermindert weiter!
J. H.

Nachrichten (zusammengefasst von Jost Brökelmann)

Gesetzliche Krankenversicherung

Krankenhäuser: DKG lehnt Selektivverträge ab (Ärzte Zeitung 4.09.2013)
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat ein Positionspapier zur Zukunft der Gesundheitspolitik vorgestellt. Darin ist u. a. eine klare Absage an Selektivverträge für Kliniken enthalten, denn "Selektives Kontrahieren einzelner Kassen würde die flächendeckende Versorgung zerstören". Die DKG wendet sich gegen einen Preiswettbewerb unter den Krankenhäusern, weil dabei die Qualität auf der Strecke bleiben würde; sie fordert nach wie vor als Grundprinzip ein Festpreissystem. Außerdem möchte sie als gleichberechtigtes Mitglied in den für die vertragsärztliche Versorgung zuständigen Bewertungsausschuss aufgenommen werden.
Was die Vergütung ambulant erbrachter Leistungen betrifft, fordert die DKG, dass der Investitionskostenabschlag zurückgenommen wird. Außerdem solle es keine Einschränkung innovativer Methoden, wie z. B. neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden geben. Auch wünscht die DKG, dass die Delegation oder Substitution ärztlicher Leistungen besser erprobt werden kann.

IQWiG sieht keinen Nutzen der therapeutischen Arthroskopie bei Gonarthrose (Ärzteblatt 10.09.2013)
Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat eine weltweite Recherche von randomisierten und kontrollierten (RCT) Studien zu arthroskopischen Operationen bei Gonarthrose durchgeführt. Insgesamt 1.190 Patientinnen und Patienten befanden sich in diesem Kollektiv. Das Fazit von IQWiG lautet: "Aus den häufig heterogenen Studienergebnissen für die Endpunkte Schmerz, körperliche Funktion und globale Bewertung der Symptome lässt sich kein Nutzen der therapeutischen Arthroskopie ableiten". Über einen möglichen Schaden einer therapeutischen Arthroskopie konnte aufgrund der ungenügenden Datenlage keine Aussage gemacht werden.

Unfallchirurgen kritisieren Anstieg der Wirbelsäulen-OPs (Ärzteblatt 10.09.2013)
Orthopäden und Unfallchirurgen kritisieren auf dem Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie die starke Zunahme der Wirbelsäulenoperationen in den vergangenen Jahren. Nach Ansicht von Matthias Psczolla, Facharzt für Orthopädie und für Physikalische und Rehabilitative Medizin, liegt die Ursache dieser Entwicklung in der unzureichenden Vergütung: "Die schlechte Honorierung niedergelassener, nicht operativ tätiger Orthopäden und Unfallchirurgen führt dazu, dass die konservative Versorgung von Wirbelsäulenpatienten immer mehr abnimmt". Deshalb hat sich die Arbeitsgemeinschaft nicht operativer orthopädischer Akut-Kliniken (ANOA) gegründet, um konservative Methoden wie die manuelle Medizin, Osteopathie, medikamentöse Schmerztherapie und Physiotherapie zu fördern. Diesem ANOA-Verbund sind bereits 21 Kliniken beigetreten.

Umfrage: Fast jedes zweite Allgemeinkrankenhaus 2012 in roten Zahlen (Ärzteblatt 11.09.2013)
Eine Umfrage des Verbandes der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD) ergab, dass 46 Prozent der Allgemeinkrankenhäuser im Jahre 2012 mit einem Defizit abschlossen. Allgemeinkrankenhäuser mit weniger als 250 Betten klagten über besonders schwierige finanzielle Lagen; von diesen Allgemeinkrankenhäusern hatten 53 Prozent ein Defizit.
Ursache für diese Misere ist nach Ansicht der VKD eine strukturelle Unterfinanzierung aufgrund des DRG-Systems. Deswegen forderte der VKD hier Besserungen, z. B. über einen Sicherstellungszuschlag.
Die Umfrage wurde nur von 17 Prozent der 1.800 angeschriebenen Klinikmanager beantwortet.

Privatversicherer

Einigung erzielt - Durchbruch bei der GOÄ-Reform! (Ärzte Zeitung 20.09.2013)
Nach jahrelangem Tauziehen haben sich Bundesärztekammer (BÄK) und der Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) auf wesentliche Eckpunkte der Novellierung der Gebührenordnung (GOÄ) geeinigt. Hauptstreitpunkt waren die von der PKV gewünschte Vertragskompetenz und das Vorhaben der PKV, nach Verabschiedung einer neuen GOÄ alle Arztrechnungen um 25 Prozent zu kürzen, um den zu erwartenden Kostensteigerungen vorzubeugen. BÄK und PKV haben sich offenbar geeinigt, auf den Selbstverwaltungsebenen Gremienstrukturen einzurichten, das Bewertungsverfahren zu regulieren und die GOÄ regelmäßig fortzuentwickeln.

Rechtliches

Urteil: Schadenersatz wegen Frage nach Schwangerschaft (Ärzte Zeitung 5.09.2013)
Ein angestellte Kosmetikerin wollte ihre Arbeitszeit erhöhen. Daraufhin fragte ihr Arbeitgeber per E-Mail an, ob denn bei ihr mit einer Schwangerschaft zu rechnen sei, denn sie wolle ja heiraten. Die Arbeitszeit wurde vom Arbeitgeber nicht erhöht, sondern es wurde der Frau gekündigt. Jetzt erhielt die gekündigte Angestellte vom Landesarbeitsgericht in Düsseldorf eine Entschädigung von 10.800 Euro wegen Diskriminierung zugesprochen (Az.: 4 Sa 480/13).

Oberlandesgericht: Eltern müssen vor Beschneidung mit Sohn über Eingriff sprechen (Ärzteblatt 26.09.2013)
Das Oberlandesgericht (OLG) Hamm hat im Rahmen der neuen Gesetzesregelung zu religiös und kulturell motivierten Beschneidungen einer Mutter aus Kenia untersagt, einen solchen Eingriff bei ihrem sechsjährigen Sohn vornehmen zu lassen (Az. 3 UF 133/13). Eltern und Arzt müssten den Eingriff vorher mit dem Kind besprechen und die Eltern müssten sich im Vorhinein über die Beschneidung umfassend aufklären lassen. Im vorliegenden Fall sei es versäumt worden "in einer seinem Alter und Entwicklungsstand entsprechenden Art" mit dem Kind zu sprechen und die Wünsche des Kindes bei der elterlichen Entscheidung zu berücksichtigen. Die Richter verwiesen außerdem darauf, dass im vorliegenden Fall die Familie der Mutter ihren ständigen Lebensmittelpunkt in Deutschland habe und der Junge zudem evangelisch getauft sei.

Praxismanagement

Praxis muss mindestens eine Stunde geöffnet sein (Ärzte Zeitung 23.09.2013)
Die KV-Vertreterversammlung Thüringen hat beschlossen, dass niedergelassene Kassenärzte in Zukunft mindestens eine Stunde täglich die Praxis öffnen müssen. Außerdem muss die Praxis einmal pro Woche auch am Nachmittag für mindestens drei Stunden geöffnet sein. Für die Erfüllung eines vollen Versorgungsauftrages seien mindestens 20 Stunden pro Woche notwendig.
Bei MVZ muss die Mindestzahl von 20 Stunden pro Woche von jeder dort vorgehaltenen Arztgruppe erfüllt werden.

Nosokomiale Infektionen - Experten forschen nach Sepsis-Prävention (Ärzte Zeitung 5.09.2013)
Nach Professor Frank Brunkhorst starben 2011 50.000 Menschen in deutschen Kliniken an Sepsis. Ursache waren in den meisten Fällen Pneumonien oder Infektionen nach Operationen. Zwei Drittel der Patienten, das sind etwa 33.000, hatten die Infektionen in den Kliniken erworben. Nur einer von drei Patienten überlebte 12 Monate nach einer Sepsis. Ein großer Teil dieser nosokomialen Infektionen könnte vermutlich durch verbesserte Händedesinfektion vermieden werden. Nach Brunkhorst würde aber auch eine Pneumokokkenimpfung helfen, um zumindest Pneumonien zu vermeiden.

Mit mehr Klinik-Personal gegen Infektionen (Ärzte Zeitung 6.09.2013)
Der diesjährige Preis der Robert-Koch-Stiftung, dotiert mit 50.000 Euro, erhielt Professor Helge Karch, Direktor des Instituts für Hygiene am Universitätsklinikum Münster, und sein Team. Sie hatten dafür gesorgt, dass in Münster Krankenhäuser, Arztpraxen sowie Alten- und Pflegeheime im Kampf gegen NRSA und andere Erreger mit dem Hygieneinstitut eng zusammen arbeiten. Der Preis für "Krankenhaushygiene und Infektionsprävention" der Robert-Koch-Stiftung wurde in diesem Jahr erstmals vergeben. In ihrer Laudatio erinnerte Professorin Petra Gastmeier daran, dass in Deutschland jährlich 600.000 Patienten an Krankenhausinfektionen erkranken und 15.000 Patienten sogar daran sterben. Sie forderte deutlich mehr Personal an den Kliniken und eine höhere Beteiligung der Krankenhäuser an der Aktion "saubere Hände".
Nur 800 von 2.000 Krankenhäusern nahmen an dieser Aktion teil.

Kliniken: Resistente Erreger auf dem Vormarsch (Ärzte Zeitung 20.09.2013)
Nach Angaben der Bundesregierung ist der Anteil der multiresistenten Krankheitserreger (MRSA-Erreger) in den vergangenen fünf Jahren um bis zu 200 Prozent gestiegen. Dieses weise auf eine rapide Resistenzentwicklung hin.

Stressinkontinenz: Ambulante Operation schlägt Physiotherapie (Ärzteblatt 19.09.2013)
In den Niederlanden wurde eine landesweite randomisierte Vergleichsstudie zur Behandlung der weiblichen Stressinkontinenz durchgeführt: Einmal wurde während einer ambulanten Operation ein spannungsfreies Vaginalband eingelegt. Dieses Kollektiv wurde mit einem zweiten Kollektiv verglichen, bei dem die Stressinkontinenz durch Physiotherapie mit Beckenbodentraining behandelt wurde (New England Journal of Medicine 2013; 369: 1124-1133). Nach einem Jahr der Nachbeobachtung zeigte die ambulante Operation eines Vaginalbands bessere Ergebnisse als die Physiotherapie.

Wie gut wird beraten? - Nur fünf von elf Schönheitskliniken erreichen ein "gut" (Ärzte Zeitung 26.09.2013)
Das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) hat drei Patienten als Testpatienten in 11 große deutsche Schönheitskliniken geschickt. Es ging um die Eingriffe Nasenkorrektur, Fettabsaugung und Brustvergrößerung. Die Beratungen dauerten zwischen 20 und 72 Minuten. Bei 60 Prozent der Gespräche bekamen die Patienten keinen genaueren Kostenvoranschlag ausgehändigt.
Das Fazit der Tester war eine nur befriedigende Beratungsqualität. Schwächen seien besonders, die Bedürfnisse und Wünsche des Patienten zu erfragen und über den Eingriff aufzuklären. In einem Drittel aller Gespräche wurde nicht oder nicht von selbst auf Risiken hingewiesen.

Europa

Leitartikel zu Hausärzten in GB: Im Fadenkreuz der Budgetkontrolle (Ärzte Zeitung 25.09.2013)
Im britischen Gesundheitswesen herrscht das Primärarzt-Prinzip: Der Weg zum Spezialisten oder in die Klinik führt stets über den Hausarzt. Die Hausärzte bilden über 211 Kommissionsgruppen ("Clinical Commissioning Groups" - CCG). Diese verwalten den Gesundheitsetat von 750 Milliarden Euro. Seit Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise wird das Geld jedoch immer knapper, obwohl die Regierung behauptet, den Gesundheitsetat von Sparmaßnahmen frei zu halten. Jetzt klagen in vermehrtem Maße Patienten, besonders ältere und solche mit chronischen Erkrankungen, dass die Hausärzte sie nur nach immer strengerer Evaluierung zu einem Spezialisten schicken. Eine Sprecherin des britischen Ärztebundes (British Medical Association, BMA) kommentierte diese Beschwerden mit "Nicht alles, was therapeutisch sinnvoll wäre, ist noch bezahlbar". Offenbar haben britische Hausärzte angefangen den Patientenzugang zu fachärztlichen und stationären Versorgungsleistungen zu rationieren.

Allgemeines

Studie sieht Schweinegülle als MRSA-Überträger (Ärzteblatt 17.09.2013)
Laut einer Studie in JAMA Internal Medicine (2013; doi: 10.1001/jamainternmed.2013.10408) erkranken Menschen in der Nähe von Feldern, die mit Schweinegülle gedüngt wurden, häufiger an Infektionen mit Methicilin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA).

Chirurg von Ärzte ohne Grenzen in Syrien getötet (Ärzteblatt 6.09.2013)
Die internationale Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" gab bekannt, dass einer ihrer Ärzte, der 28-jährige Syrier Mahammad Abyad, in der Provinz Aleppo tot aufgefunden wurde. Die Organisation betreibt sechs Krankenhäuser und vier Gesundheitszentren im Norden Syriens. Dort wurden im letzten Jahr 66.000 Patienten behandelt, 3.400 Operationen durchgeführt und etwa 1.400 Geburten begleitet.

Termine

Bundeskongress Chirurgie 2014
21.2. – 23.02.2014 Nürnberg CCN Messe Ost
BNC, BDC, BAO
http://www.operieren.de/content/e3472/e7507/e39421/

Dr. Jörg Hennefründ, Prof. Dr. Jost Brökelmann, Redakteure BAO-Newsletter
Bundesverband für Ambulantes Operieren e.V. – BAO
Präsident Dr. med. Axel Neumann
Vereinsregister: Amtsgericht Bonn VR 6346
Sterntorbrücke 1, D-53111 Bonn
Tel.: 0228-692423, Fax: 0228-631715
E-Mail: baobonn@t-online.de
Internet: http://www.operieren.de

Helmsauer & Kollegen...
Der Spezialist für das Gesundheitswesen
Persönlicher Kontakt, Vertrauen und Stabilität stehen bei uns an erster Stelle, wenn es um die Beratung im Bereich der Versicherung, Betriebswirtschaft sowie der Abrechnung geht.
http://www.helmsauer-gruppe.de/

Die Helmsauer Gruppe führt auch Praxisbewertungen durch. Auf diesem Gebiet hat sie mehr als drei Jahrzehnte Erfahrung.
Tel. 0911-929203

Justiziar des BAO

Kostenfreie Mitglieder Telefon-Hotline für alle rechtlichen Fragen
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Chirurgen Magazin + ...

Heft 83, Ausgabe 1 – Februar 2017
Praxismanagement: Wie schütze ich meine Praxis für den Notfall vor finanziellem Chaos und Insolvenz?
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autsch!

autsch! Wenn Politik weh tut Politik drängt ambulante OP-Praxen ins Abseits.
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Helmsauer & Kollegen...

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Mitglieder-Login

Geschlossener Bereich für Mitglieder des BAO.
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Partner PKG

Die Deutsche Praxisklinikgesellschaft (PKG) e.V. ist ein Zusammenschluss von Operationszentren, Tages- und Praxiskliniken und medizinischen Versorgungszentren, in denen ambulante und praxisklinische Operationen durchgeführt werden.
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Partner AND

Das AND e.V. als Zusammenschluss regionaler Anästhesie-Netze und –Genossenschaften vertritt auf Bundesebene Interessen der freiberuflich tätigen und niedergelassenen Anästhesisten.
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BVASK

Der Berufsverband für Arthroskopie e. V.
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