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12.09.2013: BAO-Newsletter

BAO-Newsletter; Nr. 07/13, vom 12. September 2013 Nachrichten für Ambulante Operateure und Anästhesisten

Inhalt:
Mitteilungen des Präsidiums
Mitteilung unseres Justitiars
Kommentierte Nachrichten
Nachrichten
Termine

Mitteilungen des Präsidiums

Bei Versand des nächsten Newsletters wird das Ergebnis der Bundestagswahl feststehen. Für das Präsidium des BAO ein wichtiges Datum. Bei einer Legislaturperiode von zwei Jahren beim BAO und vier Jahren im Bundestag kennt das aktuelle, wiedergewählte Präsidium eigentlich nur ein FDP-geführtes Gesundheitsministerium. In diesem fanden die Ideen des BAO zumeist Gehör. Beim Thema Integration des Ambulanten Operierens in die Spezialärztliche Versorgung war das Ministerium unserer Meinung und uns näher als viele Kollegen. Auch die mangelnde Solidarität anderer Ärzteverbände und Körperschaften ermöglichten es den Kassenverbänden, uns dort herauszuwerfen.

Dass Politik weder auf Bundes- noch Landes- noch Kassenebene rational ist, dürfte inzwischen allgemein anerkannte Meinung sein. Es fehlt leider ein gesellschaftlicher Diskurs über die Ziele und Prioritäten, an denen man den Sinn und die Effizienz von Maßnahmen im Gesundheitswesen messen könnte.

So bleibt immer nur der Aspekt der Ausgabenbegrenzung. Allerdings unter Berücksichtigung eines Tabus: Für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung darf uns nichts zu teuer sein. Dieser Grundwiderspruch ist nicht auflösbar.

Dazu hat die Politik die Erfahrung gemacht, dass man mit Ehrlichkeit beim Wähler auch Wahlen verlieren kann. Hier wirkt Herr Kirchhoff im Kompetenzteam von Frau Merkel immer noch nach. Er hat mit seinen Klartextaussagen, Schröder zur erneuten Kanzlerschaft verholfen. So jedenfalls die Auffassung vieler Politiker.

Insofern wundert es nicht, wenn sich die Politik aus einer echten Gestaltung der Gesundheitspolitik verabschiedet hat und immer nur viele kleine Maßnahmen stattfinden, deren Hauptziel es ist, möglichst nicht in die Schusslinie zu geraten.

Wäre also schön, wenn man klein und unauffällig wäre. Dann könnte die Politik bei uns mal ein wenig experimentieren. Offenbar empfinden uns aber einige Akteure des Gesundheitswesens doch als zu bedeutsam. So nimmt es die Deutsche Krankenhausgesellschaft bewusst in Kauf, dass die Krankenhäuser beim Ambulanten Operieren schlecht bezahlt werden, statt gemeinsam mit uns für bessere Vergütungen zu kämpfen. Gestärkte Vertragsätze fürchtet man dort offenbar mehr als schlechte Vergütungen.

Und auch die Krankenkassen (auf Ebene des SpiBu – lokal ist das manchmal ganz anders, siehe integrierte Versorgung) fürchten, eine Kostensteigerung. Dort muss also die Überzeugung bestehen, dass die Patienten tatsächlich massenweise zum ambulanten Operieren strömen würden, wenn man den Zugang weiter öffnet.

Von der Qualität unserer Arbeit und den Vorteilen des ambulanten Operierens müssen wir also offenbar niemanden mehr überzeugen. Allein: man fürchtet die Konsequenzen, für den eigenen Geldbeutel. Die Qualität der Versorgung der Bevölkerung muss dahinter zurücktreten. Erstaunlich ist, dass diese perfide Haltung von der Presse nicht erkannt wird.

Jörg Hennefründ

Mitteilung unseres Justitiars

Die (unliebsame) Bewertung von Ärzten in Internetportalen nimmt stetig zu. Die Rechtsprechung zu diesem Thema ist mittlerweile umfassend. Das Landgericht Düsseldorf (Urt. v.9.4.2013 - 5 O 141/12) liefert eine gute Zusammenfassung der zwei wesentlichen Kernaspekte: Auf der einen Seite stellt es fest, dass auch anonym abgegebene Negativbewertungen Ausdruck der im Internet ausgeübten Meinungsäußerungsfreiheit und daher im Regelfall zulässig sind. Auf der anderen Seite kann dann ein berechtigtes Interesse des Arztes – auch gegenüber dem Betreiber des Portals - an einer Löschung bestehen, wenn die Grenze zu beleidigenden Bewertungen bzw. zu bloßer Schmähkritik überschritten wurde oder – dies ist in der anwaltlichen Praxis häufig anzutreffen - falsche Tatsachenbehauptungen vorliegen.

RA Dr. R. Großbölting, Justiziar des BAO
grossboelting@kwm-rechtsanwaelte.de

weitere aktuelle Themen rund um das Medizinrecht unter: http://www.operieren.de/content/e3247/e6265/e24059/e29657/

Kommentierte Nachrichten

TK-Chef: Mehr Geld für Ärzte? "Das können wir uns leisten" (Ärzte Zeitung 6.08.2013)
Dr. Jens Baas, Chef der Techniker Krankenkasse (TK) plant, dass die GKV für den Fall, dass die PKV nicht mehr existieren würde, auch höhere Honorare zahlen könnte. Bis zu 4 Milliarden Euro war seine Schätzung. Aus Sicht von Dr. Baas käme es in Zukunft viel mehr darauf an, die Qualität der medizinischen Versorgung zu verbessern.
Kommentar: Sehr geehrter Herr Baas, wir hätten da ein Angebot:
Die Zufriedenheit mit den ambulant operierenden Vertragsärzten liegt bei ca. 98 % (Ergebnisse Medicaltex aus über 1,5 Mio. Fällen). Die Qualität im Krankenhaus wird bereits als überdurchschnittlich betrachtet, wenn über 80 % der Patienten zufrieden sind (Ergebnisse Patientenbefragungen ihrer eigenen Kassen und der AOK). Machen sie mit uns einen bundesweiten Vertrag im Rahmen der Integrierten Versorgung, lassen sie uns zusammen für die Umsetzung des §122 (Praxiskliniken) kämpfen und wir sorgen für zufriedenere Versicherte der TK! Oder ist ihre oben genannte Aussage über die Finanzierbarkeit neuer Ideen doch eher eingeschränkt zu sehen?
J.H.

Hüfte und Knie - Op-Zahlen im Sinkflug (Ärzte Zeitung 23.08.2013)
Nach Angaben von Professor Klaus-Peter Günther von der Dresdner Universitätsklinik sind die Operationen zu Hüft- und Knieendoprothetik in den Jahren 2012 und 2013 um zehn bis 20 Prozent zurückgegangen. Dieses sei jedoch keine gute Nachricht, sagte Günther.
Im April 2013 hatte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD) noch bemängelt, dass Deutschland bei mehreren endoprothetischen Eingriffen auf Platz eins bis drei der 34 Mitgliedsstaaten stehe.
Kommentar: Ja was denn nun? "Glaube nur der Statistik, die Du selber gefälscht hast"?
Oder vielleicht doch: Die statistischen Daten über das deutsche Gesundheitswesen sind schlecht, schlechter am schlechtesten. Und sie sind mit denen aus anderen Ländern häufig nicht vergleichbar. Der BAO hat dies immer wieder leidvoll erfahren müssen, wenn wir an den Weltverband (IAAS) die Häufigkeit von Tracer-Operationen beim ambulanten Operieren melden sollten: es gibt sie nicht!! Sie mussten erst mühsam unter Federführung unseres Ehrenpräsidenten, Prof. Brökelmann, zusammengetragen werden.
Die verlässlichsten Daten dürften bei den Krankenkassen zusammenlaufen. Diese benutzen sie aber nur für eigene Auswertungen. Unserer Forderungen nach einer gesetzlichen Verpflichtung zur routinemäßigen Auswertung und Veröffentlichung mochte die Politik bislang nicht folgen.
So kann also jeder weiter mit unsicheren, veröffentlichten Daten Meinung machen. Auch wenn sich, wie in diesem Fall, später zeigt, dass alles auch ganz anders sein könnte.
Wenn wir unsere Patienten so nach Gutdünken und Laune behandeln würden! Mediziner denken halt anders. Im Alltag der politischen Verhandlung gereicht uns das leicht zum Nachteil. Bei der öffentlichen Meinung wird dies von der Bevölkerung honoriert. Da ist uns dann der Neid der Politiker über unser Ansehen sicher.
J.H.

Nachrichten (zusammengefasst von Jost Brökelmann)

Finanzreform: Für eine zukunftsfähige GKV und PKV (Ärzteblatt 7.08.2013)
Der Gesundheitsökonom Thomas Drabinski vom Kieler Instituts für Mikrodaten-Analyse hat mit Blick auf eine Generationengerechtigkeit Vorschläge zur Finanzierung des Gesundheitswesens gemacht. Nach seiner Ansicht müssen sowohl gesetzliche als auch private Krankenversicherung reformiert werden; auf die Bürgerversicherung sollte man verzichten.
Drabinski errechnet eine massive Unterfinanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), wenn die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gingen und wegen rückläufiger Geburtenraten die Beitragszahler fehlen. So berechnet er, dass bis 2060 ein Finanzloch von mindestens 1,1 Billionen Euro auftreten werde, weil bis dahin etwa 25 Millionen Frauen und Männer in den Altersklassen 0 bis 49 fehlen. Deswegen müssten seiner Meinung nach die geburtenstarken Jahrgänge Rücklagen für zukünftige Ausgaben vornehmen. Außerdem solle den Krankenkassen die Beitragssatzautonomie zurückgegeben werden.
Um diese seit langem bekannte Konjunkturanfälligkeit der GKV zu reduzieren, schlägt er eine Gesundheitspauschale mit sozialem Ausgleich vor. Die Versicherungspflichtgrenze in der GKV solle auf monatlich 3.000 Euro Familieneinkommen reduziert werden; und in der PKV solle es einen neuen "sozialen" Mindestkriterien-Tarif mit Kontrahierungszwang geben.
Link: http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/55429/Finanzreform-Fuer-eine-zukunftsfaehige-GKV-und-PKV

Mehr Einfluss erhofft - Große Koalition der Ärzteverbände steht (Ärzte Zeitung 15.08.2013)
In der Allianz deutscher Ärzteverbände haben sich der Hartmannbund (zurzeit Vorsitz), der Berufsverband Deutscher Internisten, der Bundesverband der Ärztegenossenschaften, die Gemeinschaft Fachärztlicher Berufsverbände, Medi/Geno Deutschland, der Berufsverband der Deutschen Chirurgen und der NAV-Virchowbund zusammengeschlossen. Jetzt ist eine Kooperation mit dem Deutschen Hausarztverband geplant. Eines der vordringlichsten Themen sei die ambulante Weiterbildung in den Praxen, sagte Dr. Klaus Reinhardt, der Vorsitzende.

Ärzte-Allianz fordert Leistungsdebatte (Ärzte Zeitung 30.08.2013)
Die Allianz Deutscher Ärzteverbände fordert von der künftigen Bundesregierung, den neuen Leistungskatalog für die gesetzlichen Krankenkassen unter den Bedingungen knapper Ressourcen zu überarbeiten. Die Grundversorgung müsse neu definiert werden. Weitere Forderungen der Allianz sind die Rationierung von Leistungen, ein sozial angemessener Selbstbehalt und die Einführung des Kostenerstattungsprinzips als Wahloption nicht nur für Patienten, sondern auch für Ärzte. Die Allianz spricht sich für ein geordnetes Nebeneinander von Kollektiv- und Selektivverträgen und für die Koexistenz von privater und gesetzlicher Krankenversicherung aus. Die Allianz lehnt eine Öffnungsklausel für die PKV ab.
Nicht zuletzt fordern die Ärzte eine angemessene Honorierung ärztlicher Arbeit in Klinik und Praxis zu festen Preisen.

Patientenrechte - Erstmals im Gesetzbuch gebündelt (Ärzte Zeitung 23.08.2013)
Das Patientenrechtegesetz ist in Kraft. Es hat keine generelle Beweislastumkehr gebracht, sondern nur eine Beweislastumkehr in groben Fällen. Außerdem wird es mehr Bürokratie in die Arztpraxen bringen.

TK-Chef: Mehr Geld für Ärzte? "Das können wir uns leisten" (Ärzte Zeitung 6.08.2013)
Dr. Jens Baas, Chef der Techniker Krankenkasse (TK) plant, dass die GKV für den Fall, dass die PKV nicht mehr existieren würde, auch höhere Honorare zahlen könnte. Bis zu 4 Milliarden Euro war seine Schätzung. Aus Sicht von Dr. Baas käme es in Zukunft viel mehr darauf an, die Qualität der medizinischen Versorgung zu verbessern.

Steigende OP-Zahlen sind "Ausdruck für leistungsfähiges Gesundheitssystem" (Ärzteblatt 23.08.2013)
Die Zahl der Operationen in Deutschland ist seit 2005 um mehr als ein Viertel gestiegen, so die Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion. Im Jahre 2005 habe es 12,13 Millionen Operationen gegeben und im Jahre 2011 seien es 15,37 Millionen gewesen. Der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Frank Ulrich Montgomery, sieht in den steigenden Fallzahlen bei Operationen einen Ausdruck der Leistungsfähigkeit und der Qualität der medizinischen Versorgung in Deutschland.
Das Bundesgesundheitsministerium gab dazu folgende Zahlen an: Im Jahr 2010 wurden in Deutschland 295 Hüftoperationen pro 100.000 Einwohner durchgeführt, das war die höchste Zahl in Europa. In Österreich lag die Häufigkeit bei 249, in Frankreich bei 223 und in den Niederlanden bei 213 Operationen pro 100.000 Einwohner.

Reinhardt: Bahrs Überlegungen gehen in die richtige Richtung (Ärzte Zeitung 27.08.2013)
Die Vorstellung von Gesundheitsminister Bahr, dass künftig alle Bürger entscheiden sollen, ob sie in eine private oder gesetzliche Krankenversicherung gehen wollen, wird vom Vorsitzenden des Hartmannbundes, Dr. Klaus Reinhardt, begrüßt. Denn dieses sei der richtige Weg, unser Krankenversicherungssystem liberal und gleichzeitig leistungsfähig zu gestalten.
Text der Pressemeldung bei http://www.hartmannbund.de

Statistik - Kliniksterben geht weiter (Ärzte Zeitung 29.08.2013)
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) ist in 2012 die Zahl der Krankenhäuser auf 2017 Kliniken mit 501.000 Betten zurückgegangen; die Verweildauer sank von 7,7 auf 7,6 Tage. Die Bettenauslastung war minimal auf 77,4 Prozent gestiegen.
Der Anteil der Kliniken in öffentlicher Trägerschaft war auf 47,9 Prozent und derjenige in freigemeinnütziger Trägerschaft auf 34,1 Prozent gesunken. Der Anteil der Kliniken von privaten Trägern stieg auf 18 Prozent.

Privatversicherer

Honorarwelt ohne GOÄ - Riskante Idee mit Nebenwirkungen (Ärzte Zeitung 2.08.2013)
Im Projekt Bürgerversicherung konkretisiere sich die Gerechtigkeitsstrategie von SPD und Grünen, schreibt Helmut Laschet. Die stationäre Versorgung sei schon durch das DRG-System und die Arzneimittelversorgung durch das AMNOG – nach diesem Gesetz entscheiden Bundesausschuss und GKV-Spitzenverband über Innovationen, auch im Namen der PKV – schon weitgehend egalisiert. Es bliebe nur die ambulante ärztliche Versorgung, wo GKV- und PKV-Medizin im Wettbewerb stehen. Für die GKV bestünden hohe Hürden für Innovationen, die in der PKV unbegrenzt eingeführt werden können. Bei Wegfall der PKV würde deshalb eine Gleichheit auf niedrigerem Niveau resultieren.
Der Hauptgeschäftsführer der BÄK, Dr. Bernhard Rochell, sieht einen Kompensationsbedarf von rund sechs Milliarden Euro für den Fall, dass die GOÄ wegfiele. Diese Summe könnte mit Wahrscheinlichkeit von der GKV nicht kompensiert werden. Auf der anderen Seite würde eine wirtschaftliche Praxisführung immer fragwürdiger werden. Deshalb stemme sich auch der BÄK-Geschäftsführer Rochell gegen eine Harmonisierung von GOÄ und EBM.

Privatmedizin - Das Sahnehäubchen wird überlebenswichtig (Ärzte Zeitung 21.08.2013)
Nach der Kostenstrukturanalyse des Statistischen Bundesamtes nahm der Anteil der Einnahmen aus Privatpraxis über alle Fachgruppen hinweg von 22,2 Prozent im Jahr 2003 innerhalb von acht Jahren um 28,3 Prozent zu. In dem gleichen Zeitraum stiegen die Einnahmen aus Kassenpraxis um 25 Prozent, die Einkünfte aus Privatpraxis hingegen um 73 Prozent.
In den gleichen Quartalen stiegen die Aufwendungen von Arztpraxen um 31 Prozent, d. h. deutlich schneller als die Einnahmen aus kassenärztlicher Tätigkeit. Damit werden die Einkünfte aus privatärztlicher Tätigkeit immer wichtiger für die Arztpraxen.

GOÄ-Reform - Die Zeichen stehen auf Einigung (Ärzte Zeitung 21.08.2013)
Die Verhandlungen durch die Vertretung der Ärzte und der PKV über die neue GOÄ kommen offensichtlich voran, nachdem sie vor einem Jahr abgebrochen wurden. Der Druck ist groß, dass die 30 Jahre alte GOÄ novelliert wird. Inzwischen verhandeln auf der Ärzteseite der Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rochell von der BÄK und auf der PKV-Seite Frau Dr. Birgit König, Vorstandsvorsitzende der Allianz Private Krankenversicherung. Strittige Punkte waren bislang die von der PKV gewünschte Vertragskompetenz sowie das Vorhaben der PKV, nach Verabschiedung der neuen GOÄ mit einem 25-prozentigem Abschlag auf alle Arztrechnungen den zu erwartenden Kostensteigerungen vorzubeugen.
Für die Bundesärztekammer sei das Ziel, einen Inflationsausgleich und eine faire Entlohnung der Ärzte zu erhalten.

Rechtliches

Patient muss nicht zweimal aufgeklärt werden (Arzt & Wirtschaft 1.08.2013)
Ein Patient mit erheblichen Rückenschmerzen wurde durch konservative Behandlung, Medikamente und eine Kur behandelt. Als keine Besserung eintrat, ging der Patient in eine Ambulanz einer Klinik für Neurochirurgie und Wirbelsäulenchirurgie. Die dortigen Ärzte diagnostizierten einen Bandscheibenvorfall und empfahlen eine Operation bei anhaltenden Schmerzen. In den Folgemonaten trat keine Besserung ein, deshalb ließ sich der Patient operieren. Jedoch brachte die Operation im Sinne einer Bandscheibenprothese keine Besserung. Deswegen verklagte der Patient die Klinik mit dem Argument, er sei nicht über konservative Behandlungsmöglichkeiten aufgeklärt worden.
Das Oberlandesgericht (OLG) Naumburg urteilte jetzt, dass ein Aufklärungsfehler nicht in Betracht komme, da der Patient schon vor der Operation ausreichend über konservative Behandlungsmöglichkeiten aufgeklärt worden sei (Az.: 1 U 67/12).

Praxismanagement

Statistisches Bundesamt: Einkommen von niedergelassenen Ärzten deutlich gestiegen (Ärzteblatt 16.08.2013)
Das Statistische Bundesamt hat in den Jahren 2007 und 2011 eine Erhöhung des Reinertrages je Praxis um 21 Prozent auf durchschnittlich 234.000 Euro festgestellt. Der Reinertrag entspricht dem Überschuss nach Abzug der Praxisaufwendungen vor Steuern und sonstigen Abgaben. Von diesem Reinertrag müssen u. a. die Einkommenssteuer, die Altersversorgung, die Kranken- und Pflegeversicherung, sowie Investitionen und Kredite bezahlt werden.
In dem gleichen Zeitraum waren die Kosten für Personal, Miete, Heizung und Strom ebenfalls um 21 Prozent gestiegen. Die Einnahmen aus privatärztlicher und sonstiger selbständiger ärztlicher Tätigkeit stiegen um 32 Prozent auf 52.00 Euro pro Jahr. Nur 69 Prozent der Einnahmen der Arztpraxen kamen aus der Behandlung von gesetzlich krankenversicherten Patienten, obwohl diese zahlenmäßig 90 Prozent der Bundesbürger ausmachen.
Die Daten für die statistischen Erhebungen des Statistischen Bundesamtes und des ZI stammen aus ca. 4.000 Praxen. Für eine bessere Datenlage sollten mehr Praxen an den Umfragen teilnehmen.

Vernetzung - E-Fallakte 2.0 bricht Sektorengrenzen auf (Ärzte Zeitung 15.08.2013)
In Kürze soll die einrichtungs- und sektorübergeifende elektronische Fallakte (EFA) sowohl Praxen als auch Kliniken zur Verfügung stehen. Wer ein Aktensystem neu beschaffen muss, könne sich über dieses EFA-System informieren.

Ausbildung - MFA auf Rang vier unter Frauen (Ärzte Zeitung 23.08.2013)
Das Statistische Bundesamt gab bekannt, dass nach den Ausbildungsverträgen der beliebteste Beruf bei Frauen die Kauffrau im Einzelhandel ist. Darauf folgen der Beruf der Verkäuferin, der Bürokauffrau und an vierter Stelle der Ausbildungsberuf der MFA.
Bei den Männern werden die meisten Ausbildungsverträge als Kraftfahrzeugmechatroniker abgeschlossen, dann kommen Kaufmann im Einzelhandel und Industriemechaniker.

Sichere E-Mails - Datenschützer rät zu deutschen E-Mail-Diensten (Ärzte Zeitung 27.08.2013)
Thilo Weichert, Schleswig-Holsteins oberster Datenschützer und Leiter des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz (ULD), rät, deutsche oder europäische E-Mail- und Internetdienstleister zu nutzen; das deutsche Datenschutzrecht sei besonders klar und die Datenschutzaufsicht "so flächendeckend wie in kaum einem anderen Land".
Als Mail-Dienste nannte Weichert web.de, gmx.de und T-Online, welche ihre Mails jetzt verschlüsseln. Der beste Selbstschutz sei aber Datensparsamkeit.
Bei den Suchmaschinen gäbe es jetzt Alternativen zu google, z. B. ixquick oder duckduckgo; beide hätten sich verpflichtet, keine Nutzerdaten zu sammeln.

Europa

Qualitätsmängel im englischen Gesundheitswesen: Lancet kritisiert britische Politik scharf (Ärzteblatt 16.08.2013)
Die Zeitschrift Lancet kritisiert die britischen Gesundheitspolitik und ihren Umgang mit dem National Health Service (NHS). Der Umbau des NHS würde ganz nach ökonomischen Gesichtspunkten betrieben. Es gäbe jedoch keine offizielle Stelle, die sich um eine schlechte Versorgung kümmere. Eine Stelle für unabhängige Bewertungs- und Beschwerdemanagement sei leider 2004 abgeschafft worden. Seither würden Patienteninteressen ignoriert.

Termine

NARKA 2013
13. bis 15.09.2013 Aachen
http://www.narka.de/programm2013.php

Bundeskongress Chirurgie 2014
21.2. – 23.02.2014 Nürnberg CCN Messe Ost
BNC, BDC, BAO
http://www.operieren.de/content/e3472/e7507/e39421/

Dr. Jörg Hennefründ, Prof. Dr. Jost Brökelmann, Redakteure BAO-Newsletter
Bundesverband für Ambulantes Operieren e.V. – BAO
Präsident Dr. med. Axel Neumann
Vereinsregister: Amtsgericht Bonn VR 6346
Sterntorbrücke 1, D-53111 Bonn
Tel.: 0228-692423, Fax: 0228-631715
E-Mail: baobonn@t-online.de
Internet: http://www.operieren.de

Helmsauer & Kollegen...
Der Spezialist für das Gesundheitswesen
Persönlicher Kontakt, Vertrauen und Stabilität stehen bei uns an erster Stelle, wenn es um die Beratung im Bereich der Versicherung, Betriebswirtschaft sowie der Abrechnung geht.
http://www.helmsauer-gruppe.de/

Die Helmsauer Gruppe führt auch Praxisbewertungen durch. Auf diesem Gebiet hat sie mehr als drei Jahrzehnte Erfahrung.
Tel. 0911-929203

Justiziar des BAO

Kostenfreie Mitglieder Telefon-Hotline für alle rechtlichen Fragen
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Chirurgen Magazin + ...

Heft 83, Ausgabe 1 – Februar 2017
Praxismanagement: Wie schütze ich meine Praxis für den Notfall vor finanziellem Chaos und Insolvenz?
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autsch!

autsch! Wenn Politik weh tut Politik drängt ambulante OP-Praxen ins Abseits.
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Helmsauer & Kollegen...

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Partner PKG

Die Deutsche Praxisklinikgesellschaft (PKG) e.V. ist ein Zusammenschluss von Operationszentren, Tages- und Praxiskliniken und medizinischen Versorgungszentren, in denen ambulante und praxisklinische Operationen durchgeführt werden.
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Partner AND

Das AND e.V. als Zusammenschluss regionaler Anästhesie-Netze und –Genossenschaften vertritt auf Bundesebene Interessen der freiberuflich tätigen und niedergelassenen Anästhesisten.
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BVASK

Der Berufsverband für Arthroskopie e. V.
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