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08.08.2013: BAO-Newsletter

BAO-Newsletter; Nr. 06/13, vom 8. August 2013 Nachrichten für Ambulante Operateure und Anästhesisten

Inhalt:
Mitteilungen des Präsidiums
Mitteilung unseres Justitiars
Kommentierte Nachrichten
Nachrichten
Termine

Mitteilungen des Präsidiums
Aufruf der Berufsverbände zur Teilnahme am ZI-Praxis-Panel


An alle BAO-Mitglieder

Liebe Kollegin, lieber Kollege,
die aktuellen Ergebnisse aus dem ZI-Praxis-Panel (ZiPP) zur wirtschaftlichen Lage der niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten liegen vor. Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (ZI) hat Mitte Mai den Jahresbericht zur Erhebung 2011 veröffentlicht. Danach sind die Umsätze der Praxisinhaber zwischen 2007 und 2009 zwar im Schnitt pro Jahr um 4,5 Prozent gestiegen, der Verdienst aus rein vertragsärztlicher Tätigkeit lag mit durchschnittlich 98.300 Euro im Jahr 2009 aber weiterhin deutlich unter dem Oberarzt-Gehalt im Krankenhaus. Dort konnte ein angestellter Oberarzt im Jahr 2007 mit einem Jahresgehalt von 105.600 Euro rechnen, im Jahr 2009 mit 114.500 Euro. Den ZiPP-Jahresbericht 2011 finden Sie als PDF-Datei unter http://www.zi-pp.de .
An der dritten Erhebung im Jahr 2012, deren Auswertung gerade läuft, haben bereits fast 5.000 Praxen teilgenommen. Die Ergebnisse zu dieser Erhebung 2012 sollen noch in diesem Jahr vorgelegt werden.

Um belastbare Aussagen zur Entwicklung der wirtschaftlichen Lage der Praxen zu erhalten, ist es das Ziel, dass möglichst viele Ärzte regelmäßig teilnehmen. Praxen, die bislang am ZiPP teilgenommen haben, zählen daher zum Kernbestand und deren fortgesetzter Beitrag ist besonders wichtig. Im Zielzustand werden 7.000 Praxen benötigt.
Die Ergebnisse dieser Befragungen sind faktisch die wichtigsten Daten, auf die die KBV in Honorarverhandlungen zurückgreifen kann!

Fragen rund um die Erhebung beantwortet die Treuhandstelle des ZiPP-Teams Montag bis Donnerstag von 08.00 bis 17.00 Uhr unter Tel.: 030/4005 2444 oder über das Kontaktformular unter http://www.zi-pp.de.

Ihre Teilnahme zählt! Bitte folgen Sie daher diesem Aufruf zur Teilnahme und unterstützen Sie die Arbeit der KBV und des BAO zur Vertretung Ihrer fachärztlichen Interessen. Die Zugangsberechtigung zur Befragung erhalten Sie durch Anmeldung über die Treuhandstelle unter der obigen Telefonnummer. Die Erhebungsformulare können von Ihnen bzw. dem Steuerberater für die derzeit laufende, aktuelle Erfassungsperiode online ausgefüllt werden.

Ich kann Ihnen nach Abschluss der ersten Erhebungsphase versichern, dass der Datenschutz (auch bzgl. sonstiger Einnahmen) absolut gewährleistet bleibt.

Mit freundlichen kollegialen Grüßen

Dr. med. Axel Neumann
Präsident des BAO

Mitteilung unseres Justitiars

Der 6. Senat des Bundessozialgerichts hat am 17. Juli 2013 zwei Entscheidungen (B 6 KA 44/12 R und B 6 KA 45/12 R) zu speziellen Fragen der ärztlichen Vergütung (Regelleistungsvolumen ab 2009) getroffen. Zum einen war die Frage zu beantworten, wie der Wachstumsanspruch, der einer jeden unterdurchschnittlich abrechnenden Praxis in einem Zeitraum von 5 Jahren zusteht, mit der Regelung vereinbar ist, dass sich Fallzahlerhöhungen erst ein Jahr später bei der Bemessung des RLV auswirken. Zum anderen standen Konvergenzregelungen im Streit, die faktisch den extrabudgetären Abrechnungsbereich einer Praxis beschnitten. In beiden Gestaltungen urteilte das BSG zu Gunsten der beklagten KV.
Dass sich Fallzahlerhöhungen erst ein Jahr später für das Regelleistungsvolumen auswirken (sog. Jahresmoratorium) sei weder generell unverhältnismäßig einschränkend auszulegen. Die atypisch geringe Fallzahl der Klägerin beruhe im zu entscheidenden Fall auf ihrer eigenen unternehmerischen Entscheidung, nur in geringem Umfang vertragsärztlich tätig zu werden.
Anmerkung: Für betroffene Praxen kann ein denkbarer Ausweg daher nur über einen Antrag auf Anerkennung eines Härtefalls gesehen werden.
Die (faktische) "Budgetierung von extrabudgetären Leistungen" ist nach Meinung des BSG mit der gesetzlichen Vorgabe der "Förderung" dieser Leistungen schon durch die Herausnahme aus dem RLV erreicht, weil Anreize für den Arzt gesetzt werden, die entsprechenden Leistungen – z. B. die dringenden Besuche ‑ auch dann zu erbringen, wenn das RLV ausgeschöpft ist. Dieser Effekt werde auch erreicht, wenn die "freien" Leistungen nicht zu den vollen Preisen der Euro-Gebührenordnung, sondern nur quotiert vergütet werden.

RA Dr. R. Großbölting, Justiziar des BAO
grossboelting@kwm-rechtsanwaelte.de

Kommentierte Nachrichten

Gesundheitsökonom: "DRG treiben Kliniken in die Menge" (9.07.2013)
Der Gesundheitsökonom Professor Günter Neubauer sieht die Neuordnung der Krankenhausversorgung in der nächsten Legislaturperiode ganz oben auf der gesundheitspolitischen Tagesordnung stehen. Dabei verleitet seiner Meinung nach das DRG-System die Kliniken dazu, in die Menge auszuweichen; denn die Vergütung auf Basis der DRG berücksichtigt nicht Investitionen und Abschreibungen. Hierzu wäre z. B. eine Flexibilisierung des Basisfallwertes notwendig.
Außerdem befürwortete er Selektivverträge, die das gesamte Angebot eines Krankenhauses umfassten.
Kommentar: Irgendwann kann man diesen Unfug nicht mehr hören! Praktisch jedes Abrechnungssystem treibt in die Menge. Das gilt auch für EBM und GOÄ in den Praxen. Die (Stück-)Kosten werden durch Menge halt meist reduziert und gute Auslastung verbessert die Wirtschaftlichkeit; sagt der gesunde Menschenverstand, der Betriebswirt nennt es positiven Skaleneffekt. Außerdem ist Menge ja auch gefordert: In Form der Zentrumsbildung z. B. eine korrekte Fragestellung scheint aber nicht zu interessieren und eigentlich dient das Ganze wohl nur dazu, Stimmung gegen die Leistungserbringer zu machen, die angeblich unnötig viel operieren. Dann kann man anschließend besser die Preise drücken.

Die Alternative zur Bezahlung für Leistung haben wir übrigens schon in unseren Studienzeiten diskutiert: das jahrtausendalte, chinesische Modell: Einschreibung der Patienten beim Arzt. Geld gibt´s wenn der Patient gesund ist. Ist er krank gibt´s nichts und der Arzt muss ihn wieder gesund machen.

Und so ganz weit sind einige gedanklich davon gar nicht entfernt: Versicherungen, die via HMO in den USA auch die Behandlung in eigenen Krankenhäusern oder bei kontraktierten Behandlern "besitzen". Nur: dann ist die freie Arztwahl hin und ob das Interesse der Versicherung an billiger oder (noch besser) gar keiner Behandlung wirklich wünschenswert ist? So schlecht ist das System in Deutschland bekanntlich gar nicht. Aber ein paar offensichtliche Verbesserungen könnte man schon vornehmen: z. B. das Ambulante Operieren fördern. Ist schon kurios: jeder (Kassen, Politik) sagt das auch so, aber passieren tut nichts.
J. H.

Nachrichten (zusammengefasst von Jost Brökelmann)

Gesetzliche Krankenversicherung

Patienten sind mit ihren Ärzten sehr zufrieden (Ärzteblatt 9.07.2013)
Eine Versichertenbefragung 2013 der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) bei 6.093 Menschen ergab folgendes:
Fachkompetenz
46 Prozent der Befragten halten die Fachkompetenz des zuletzt von ihnen besuchten Arztes für sehr gut und gut. Das Vertrauensverhältnis zu diesem Arzt wird von 51 Prozent der Befragten als sehr gut und von 40 Prozent als gut bezeichnet.
Wartezeiten
Die Hälfte der Befragten gibt an, auf einen Arzttermin nicht gewartet zu haben. Elf Prozent der gesetzlich Versicherten mussten mehr als drei Wochen auf einen Termin warten; bei privat Versicherten waren es nur vier Prozent. Der Vorstandsvorsitzende der KBV Andreas Köhler wies darauf hin, dass der Unterschied in der Wartezeit für gesetzlich Versicherte und für privat Versicherte nichts mit der medizinische Behandlungsqualität zu tun habe.
Eine Wartezeit von länger als drei Wochen kamen bei Facharztterminen bei 21 Prozent der Versicherten vor, bei Hausarztterminen nur bei drei Prozent – aber nur neun Prozent der Befragten fanden die Wartezeit auf einen Arzttermin für zu lang.
Wohnortnähe
19 Prozent der Befragten sagten, es gebe nicht genügend Hausärzte in ihrer Wohnortnähe; bei Fachärzten waren es 38 Prozent der Versicherten. Aus Sicht der Versicherten fehlen häufig Orthopäden, Augenärzte, Hautärzte, Psychiater und HNO-Ärzte. Dieses kommentierte KBV-Vorstandsmitglied Regina Feldmann so: "Die immer stärkere Spezialisierung in der Medizin trägt nicht dazu bei, die Grundversorgung in einer ganz normalen Kleinstadt zu sichern".
Telefonnummer Bereitschaftsdienst
Die neue Nummer für den ärztlichen Bereitschaftsdienst 116 117 kennen nur vier Prozent der Gesamtbevölkerung. Dabei sei die Versorgung im Bereitschaftsdienst für das Gesundheitssystem viel kostengünstiger als die Benachrichtigung des Rettungsdienstes oder der Gang in ein Krankenhaus oder eine Notfallambulanz.

Bundeskartellamt greift Selektivverträge an (Ärzte Zeitung 3.07.2013)
Das Bundeskartellamt moniert die Selektivverträge der AOK Nordost mit der Augenärztegenossenschaft Brandenburg. Die Teilnahme an den Verträgen dürfe nicht auf Augenärzte mit Vertragsarztsitz in Brandenburg beschränkt werden. Dies sei wettbewerbsbeschränkend. Auch Ärzte aus anderen Bundesländern sollten teilnehmen dürfen, wenn sie eine Zweigpraxis in Brandenburg betreiben oder zur ambulanten Versorgung zugelassen seien.
Die Selektivverträge betreffen Katarakt-Operationen und Behandlungen der altersbedingten Makuladegeneration.

Zehn Jahre DRG - Ein Geburtstag, der Fragen aufwirft (Ärzte Zeitung 31.07.2013)
Nach zehn Jahren gerät das deutsche Fallpauschalensystem für stationäre Leistungen in die Kritik, weil es die Ökonomie betone und damit indirekt die Förderung der Leistungsmenge.
Vor zehn Jahren hatte Deutschland mit seinem DRG-System einen neuen Weg eingeschlagen, nämlich die hundertprozentige Finanzierung der stationären Versorgung. Kein anderes Land ist bislang diesen Weg gegangen. So überlässt Finnland die Kostenabrechnung stationärer Leistungen den Vereinbarungen zwischen Einkäufern, d. h. den Kommunen, und den Kliniken.
Gerade unter dem Eindruck, dass ambulante und stationäre Versorgung immer mehr zusammenwachsen, wären bei einer Weiterentwicklung der existierenden Vergütungssysteme einheitliche Vergütungsregularien für ambulante und stationäre Versorgung in Betracht zu ziehen.

Bundesmantelvertrag - Schluss mit Willkür bei Kassenanfragen (Ärzte Zeitung 29.07.2013)
Ab Oktober gilt ein einheitlicher Bundesmantelvertrag für Ärzte. Darauf haben sich KBV und GKV-Spitzenverband geeinigt. So wird es für Kassenanfragen in Zukunft ein einheitliches Rahmenformular geben.
Wenn ein Patient beim Arztbesuch eine ungültige Versicherungskarte oder eine Karte einer anderen Person vorlegt, kann die Kasse gegenüber dem Arzt keine Schadensansprüche anmelden. Unter Umständen kann die KV sogar Schadensersatz von der Kasse einfordern. Ungültige Versicherungskarten müssen die Kassen selbst einziehen.
Die Anstellung von Ärzten wird erleichtert. So könne jetzt ein Pathologe als angestellter Arzt in einer chirurgischen Praxis arbeiten.

Privatversicherer

Hartmannbund plädiert für freie Gebührenordnung (Ärzteblatt 31.07.2013)
Der Hartmannbund-Vorsitzende Klaus Reinhardt hat sich gegen eine einheitliche gemeinsame Vergütungsordnung von gesetzlicher und privater Krankenversicherung, die auf dem Einheitlichen Bewertungsmaßstabes (EBM) basiert, ausgesprochen. "Eine freiheitliche Gebührenordnung für Ärzte, unabhängig von allen Sozialversicherungssystemen und frei von Budget- und Finanzierungszwängen, ist der Grundpfeiler unserer Freiberuflichkeit", stellte Reinhardt fest. Damit antwortete er auf die Forderung des AOK-Bundesverbandschefs Jürgen Graalmann, nicht die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ), sondern den EBM für eine einheitliche Gebührenordnung zugrunde zu legen.
Link zur Pressemitteilung des Hartmannbundes http://www.hartmannbund.de/enews/2602/144/Reinhardt-Nur-eine-freie-Gebuehrenordnung-ist-Garant-fuer-Freiberuflichkeit-und-therapeutische-Unabhaengigkeit/

Rechtliches

Kasse darf bei Honorarstreit nicht mit Info an Patienten drohen (Arzt & Wirtschaft 18.07.2013)
Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg hat geurteilt, dass eine gesetzliche Krankenkasse bei Streitigkeiten um die Abrechnung dem Arzt nicht damit drohen darf, dass die Kasse ihre Mitglieder entsprechend informieren wird. Die Krankenkasse drohte mit dem Satz: "Soweit sich dennoch weiterhin Abrechnungsprobleme ergeben, werden wir den betroffenen Kundinnen und Kunden diese(s) Schreiben zur Kenntnis geben". Das Verwaltungsgericht urteilte jetzt, dass die Weitergabe des Schreibens die Berufsfreiheit des Antragstellers und sein Recht am eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb verletze (Az.: 2 S 512/13).

Praxismanagement

Nach Skandal um US-Schnüffelei - So surfen Sie "sicher" im Internet (Ärzte Zeitung 10.07.2013)
Die Enthüllungen von Edward Snowden haben eine weltweite Debatte über Datensicherheit im Internet ausgelöst. Dazu gibt die Ärzte Zeitung folgende Tipps:
Sparsamkeit und Vermeidung
Der höchste Schutz vor Cyberspionage und Datenklau sei, datensparsam im World Wide Web zu veröffentlichen und Netzwerke wie Facebook gänzlich zu meiden.
Wenn Sie trotzdem Google, Facebook und Co. benutzen wollen, dann hilft nur das ständige Bewusstsein, dass das Internet per se überwacht, von Spionen durchforstet und von Cyberkriminellen für Missbrauch ausgenutzt werden kann.
Kostenlose Dienste könnten nur überleben, weil diese Anbieter mit Daten der Benutzer Geld verdienen.
Anbieter wie Microsoft, Google und Apple würden systematisch Daten abgreifen, ähnliches gilt für bekannte E-Mail-Anbieter wie Outlook und Gmail. Da sollte man besser auf sichere Anbieter wie autistici.org oder kolab.org setzen.
E-Mail
Für eine sichere E-Mail-Kommunikation ist eine Verschlüsselung sowohl für den Sender als auch den E-Mail-Empfänger notwendig. Als Standard für einen sicheren E-Mail-Versand gilt das Programm Pretty Good Privacy (PGP), dass von Mailvelope, Enigmail oder GnuPG genutzt wird.
iPhone und iPad
Persönliche Passwörter und Geheimnummern sollten nicht als Notiz auf Ihrem Apple-Smartphone abgespeichert werden, denn das Überwachungsprogramm PRISM sei allgegenwärtig.
Auch die kostenlosen Kurznachrichtendienste wie Skype, WhatsApp oder Facetime könnten leicht abgehört werden. Für sensible Daten sollten sichere Apps wie etwa ChatSecure oder RedPhone benutzt werden.
Web-Browser
Um die Sicherheit Ihres Web-Browsers zu erhöhen, sollten so wenig Plugins und Add-ons wie möglich installiert werden, denn diese "schauen Ihnen beim Surfen zu". Um die Sicherheit zu erhöhen, können Werbeblocker wie AdBlock, Edge oder Plus genutzt werden.
Ein weiteres Tool gegen Schnüffler ist disconnet.me. Am besten ist, einmal pro Woche alle Cookies zu löschen.
Es gibt aber auch Web-Browser, die ihre Internetverbindung verschlüsseln und ihre Spur durch das Internet verschleiern: der Browser des Tor Projects unter http://www.torproject.org
Den ganzen Artikel siehe http://www.aerztezeitung.de/panorama/article/842441/nach-skandal-us-schnueffelei-surfen-sicher-internet.html

Schärfere Regeln gegen Nadelstichverletzungen (Ärzte Zeitung online 1.08.2013)
Die neue Biostoffverordnung (BioStoffV) verlangt von Praxischefs einen besseren Schutz ihres Personals vor Nadelstichverletzungen. Die neue BioStoffV setzt die EU-Nadelstichrichtlinie (2010/32/EU) in nationales Recht um. Auch fordert sie die Vermeidung unnötiger Verwendungen scharfer und spitzer Instrumente in Praxen und Kliniken (Paragraf 6).
Neu eingeführt wird auch die Beurteilung der Gefährdung anhand der vier Risikogruppen aus der TRBA 250 - der technischen Regel für Biologische Arbeitsstoffe (TRBA) im Gesundheitswesen. Die Gefährdungsbeurteilungen müssen alle zwei Jahre überprüft werden.

Medizinische Fachangestellte: Einigung auf neuen Gehaltstarifvertrag (Ärzteblatt 9.07.2013)
Der neue Gehaltstarifvertrag läuft bis zum 31. März 2016. Ab dem 1. September 2013 gibt es eine Gehaltserhöhung um 4,5 Prozent und ab dem 1. April 2014 eine weitere um 3 Prozent. Für die Monate April bis August 2013 gibt es im September eine Einmalzahlung von 375 Euro. Für Berufsanfängerinnen wird der Eingangsstundenlohn ab 2014 erstmals 10 Euro betragen.
Der Gehaltstarifvertrag sieht eine geänderte Vergütungsstruktur vor: Zwei zusätzliche Tätigkeitsgruppen werden geschaffen und die Einstufungskriterien werden überarbeitet.

Europa

Britischer Gesundheitsdienst: Einwanderer sollen künftig zahlen (Ärzteblatt 4.07.2013)
Nach Angaben des Gesundheitsministers Jeremy Hunt ist Großbritannien "praktisch das einzige Land der Welt, in dem der Zugang zur medizinischen Erstversorgung vollkommen gratis ist". Dieses soll sich jetzt ändern: Bei Bürgern, die nicht aus einem Land des europäischen Wirtschaftsraums (EWR) stammen, sollen die Herkunftsstaaten bzw. die Krankenkassen die Kosten bezahlen. Notfallbehandlungen und Behandlungen von Geschlechtskrankheiten sollen jedoch weiterhin unentgeltlich bleiben.

Großbritannien - Miserable Zustände in Notfallkliniken (Ärzte Zeitung 18.07.2013)
Nach dem jüngsten Expertenbericht besteht in 19 Notfallkliniken eine äußerst bedenkliche Pflegesituation im britischen Gesundheitssystem NHS. Nach Aussagen von Gesundheitsminister Jeremy Hunt konnte keine der 14 untersuchten Krankenhausgesellschaften nachweisen, dass konstant hohe Pflegequalität geliefert werde.
Eine weitere Negativ-Meldung machte die "Sunday Times". Laut einer Studie des NHS könnten mindestens 4.000 Menschenleben pro Jahr gerettet werden, würde an Wochenenden mehr Personal in den Kliniken arbeiten.

EU-Gutachter: Krankenkassen dürfen nicht durch Werbung täuschen (Ärzteblatt 4.07.2013)
Wenn Krankenkassen kommerzielle Werbeanzeigen veröffentlichen, müssten die Kassen wie normale Gewerbetreibende behandelt werden – so der Generalbundesanwalt Yves Bot vom Europäischen Gerichtshof (Rechtssache C59/12). Die deutsche BKK Mobil Oil hatte 2008 einen fragwürdigen Werbetext an ihre Mitglieder gesandt und der Bundesgerichtshof hat das oberste EU-Gericht (EuGH) um Hilfe bei der Auslegung von europäischem Recht gebeten.

Allgemeines

Wohlstandskrankheiten gefährden Weltgesundheit (Ärzteblatt 5.07.2013)
Falsche Essgewohnheiten und mangelnde Bewegung sind laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) Ursache für einen rasanten Anstieg von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Diabetes. Die WHO-Regionaldirektorin für Europa, Zsuzsanna Jakab, appelliert an die europäischen Gesundheitsminister, die Lebensmittelindustrie aufzufordern, Lebensmittel mit hohem Fett-, Zucker- und Salzgehalt nicht an Kinder zu vermarkten. Bei der Bekämpfung der Adipositas-Epidemie forderte sie die gleiche Entschlossenheit wie bei dem Kampf gegen den Tabak. Ein Drittel der Kinder und die Hälfte der Erwachsenen in Europa seien übergewichtig oder adipös.

Termine

NARKA 2013
13. bis 15.09.2013 Aachen
http://www.narka.de/programm2013.php

Bundeskongress Chirurgie 2014
21.2. – 23.02.2014 Nürnberg CCN Messe Ost
BNC, BDC, BAO
http://www.operieren.de/content/e3472/e7507/e39421/

Dr. Jörg Hennefründ, Prof. Dr. Jost Brökelmann, Redakteure BAO-Newsletter
Bundesverband für Ambulantes Operieren e.V. – BAO
Präsident Dr. med. Axel Neumann
Vereinsregister: Amtsgericht Bonn VR 6346
Sterntorbrücke 1, D-53111 Bonn
Tel.: 0228-692423, Fax: 0228-631715
E-Mail: baobonn@t-online.de
Internet: http://www.operieren.de

Helmsauer & Kollegen...
Der Spezialist für das Gesundheitswesen
Persönlicher Kontakt, Vertrauen und Stabilität stehen bei uns an erster Stelle, wenn es um die Beratung im Bereich der Versicherung, Betriebswirtschaft sowie der Abrechnung geht.
http://www.helmsauer-gruppe.de/

Die Helmsauer Gruppe führt auch Praxisbewertungen durch. Auf diesem Gebiet hat sie mehr als drei Jahrzehnte Erfahrung.
Tel. 0911-929203

Justiziar des BAO

Kostenfreie Mitglieder Telefon-Hotline für alle rechtlichen Fragen
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Chirurgen Magazin + ...

Heft 83, Ausgabe 1 – Februar 2017
Praxismanagement: Wie schütze ich meine Praxis für den Notfall vor finanziellem Chaos und Insolvenz?
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autsch!

autsch! Wenn Politik weh tut Politik drängt ambulante OP-Praxen ins Abseits.
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Mitglieder-Login

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Partner PKG

Die Deutsche Praxisklinikgesellschaft (PKG) e.V. ist ein Zusammenschluss von Operationszentren, Tages- und Praxiskliniken und medizinischen Versorgungszentren, in denen ambulante und praxisklinische Operationen durchgeführt werden.
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Partner AND

Das AND e.V. als Zusammenschluss regionaler Anästhesie-Netze und –Genossenschaften vertritt auf Bundesebene Interessen der freiberuflich tätigen und niedergelassenen Anästhesisten.
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BVASK

Der Berufsverband für Arthroskopie e. V.
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