|  drucken  |   impressum  
-Home   |   Mitgliedersuche   |   Amb. Operieren   |   Verband   |   Ärzte & Mitglieder   |   Presse   |   BAO-Aktuelles   |   Kontakt   |   Impressum

05.02.2013: BAO-Newsletter

BAO-Newsletter; Nr. 01/13, vom 5. Februar 2013 Nachrichten für Ambulante Operateure und Anästhesisten

BAO-Newsletter; Nr. 01/13, vom 5. Februar 2013
Nachrichten für Ambulante Operateure und Anästhesisten

Inhalt:
Mitteilungen des Präsidiums
Mitteilung unseres Justitiars
Kommentierte Nachrichten
Nachrichten
Anfragen an den BAO
Termine

Mitteilungen des Präsidiums
Immer wieder erreichen den BAO Anfragen von Mitgliedern (oder auch Patienten) zu sehr unterschiedlichen Einzelfragen. Sie werden vom Präsidium oder den Fachvertretern beantwortet. Da darunter auch Fragestellungen zu finden sind, von denen wir uns vorstellen, dass sie auch für weitere Mitglieder von Interesse sein können, haben wir beschlossen, ausgewählte Fragen und deren Antworten für Sie zu veröffentlichen (siehe unten Anfragen an den BAO). Dies geschieht natürlich bezüglich des Fragestellenden nur anonym.
So wird der Austausch zwischen den Mitgliedern und mit dem Präsidium weiter vertieft.

Wir freuen uns, Sie vom 1. bis 3. März beim Bundeskongress Chirurgie in Nürnberg zu sehen. Am Sonnabend findet von 8:30 bis 10:30 Uhr die Mitgliederversammlung mit Neuwahl des Präsidiums statt, am Sonntag beschäftigen wir uns von 9:00 bis 11:00 Uhr intensiv mit dem Thema Honorararzt.
http://www.operieren.de/content/e3472/e7507/e38145/

Jörg Hennefründ

Mitteilung unseres Justitiars

Patientenrechtegesetz verabschiedet
Mit Entscheidung des Bundesrates vom 01.02.2013 wurde das parlamentarische Verfahren des im Bundestag bereits verabschiedeten Patientenrechtegesetzes beendet. Es tritt in Kürze - mit der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt - in Kraft.
Das Gesetz definiert Informations-, Dokumentations- und Aufklärungspflichten des Arztes und regelt Fragen der Beweislast bei Haftung für Behandlungs- und Aufklärungsfehler.
Einzelheiten werden in Kürze im Newsletter "der paragraph" auf der Homepage des BAO veröffentlicht. Der Newsletter kann auch direkt in elektronischer Form angefordert werden (berlin@kwm-rechtsanwaelte.de).

RA Dr. R. Großbölting <grossboelting@kwm-rechtsanwaelte.de>

Kommentierte Nachrichten

OP-Organisation – Erste Hilfe für das Herzstück (Deutsches Ärzteblatt 14.12.2012, C 2047)
Für den OP-Manager Werner Fleischer ist der OP-Bereich das Herzstück jedes Krankenhauses. Dort werden Haupterlöse erzielt, außerdem sind diese Leistungen maßgeblich für den Ruf der Klinik. Laut Fleischer kostet eine OP-Minute zwischen 40 bis 50 Euro bei einer OP-Auslastung von 60 %.
Kommentar: Hier werden ausnahmsweise einmal Zahlen für die Kosten der Operationsräume in Krankenhäusern genannt: 40 bis 50 Euro pro OP-Minute. In Tageskliniken waren diese Minutenkosten 2007 um 8 Euro/Min. (http://www.arzt-in-europa.de/pages/2007JB_AmbOp.html). Diese Zahlen verdeutlichen, wie kostengünstig eine kleine OP-Einheit organisiert werden kann und dass die ambulanten Operateure auf diesem Gebiet die Konkurrenz der Klinken nicht zu fürchten haben. Es wäre gut, wenn der BAO neuere Zahlen zu OP-Kosten pro Minute hätte. J.B.

Praxisspeicher - So bleiben Daten über Jahrzehnte lesbar (Ärzte Zeitung 16.01.2013)
Die meisten ärztlichen Unterlagen haben eine Aufbewahrungsfrist von 10 Jahren. Fristunterlagen im D-Arztverfahren müssen 15 Jahre und Röntgenbilder 30 Jahre aufbewahrt werden. Auch geschäftliche Unterlagen wie Rechnungen, Buchhaltungsbelege, Abrechnungen aber auch geschäftliche E-Mails müssen wegen steuerlicher Vorschriften zehn Jahre aufbewahrt werden. Diese Archivierung muss vollständig, nachvollziehbar und beweissicher sein.
Dabei sind sich die Experten einig, dass es eine hundertprozentige sichere digitale Speicherung nicht gibt. Die tatsächliche Haltbarkeit von selbstgebrannten optischen Medien wie CD-ROM, DVD-R oder seit neuestem beschreibbare Blu-ray-Discs wird von Experten unterschiedlich beurteilt. Es hängt auch von der Güte der verwendeten Rohlinge ab und den Aufbewahrungsbedingungen. Auch Beschriftungen des eigentlichen Datenträgers können zu Datenverlust führen. Deshalb geht man jetzt dazu über, eine Serie von Speichermedien für die Archivierung zu benutzen - RAID-System genannt. RAID steht für "Redundant Array of Independent Disks", also: einen redundant ausgelegten Verbund unabhängiger Festplatten.
Auch das neue Datenschutzgesetz hebt die Ansprüche für das Archivierungssystem; denn nach einem Datendiebstahl müssen die Betroffenen persönlich informiert werden.
Kommentar: Jeder, der die Folgen eines Computercrashs miterlebt hat, wird danach mit der Datenspeicherung sehr viel vorsichtiger umgehen. Wahrscheinlich wird er sehr froh sein, wenn er die Datenspeicherung zweigleisig angelegt hat und neben der digitalen Archivierung auch noch eine "abgespeckte" DIN-A5-Kartei für Patienten führt. J.B.

Nachrichten (zusammengefasst von Jost Brökelmann)

Gesetzliche Krankenversicherung

Kassen klagen über zu viele Op (Ärzte Zeitung 20.12.2012)
Der Präsident der Berliner Ärztekammer Dr. Günther Jonitz weist darauf hin, dass die Delegiertenversammlung der Ärztekammer Berlin bereits im Jahre 2001 vor der Einführung eines DRG-Systems gewarnt hat. Damals habe die Delegiertenversammlung eine Resolution gefasst, die u.a. besagt "Durch ein DRG-System entsteht ein Versorgungsrisiko für die Patienten" und das DRG-System führe "zu Anreizen für wohldotierte, aber fraglich indizierte Maßnahmen und damit zu schlechterer Medizin bei insgesamt höheren Kosten". Dieses DRG-System so Jonitz sei von Krankenkassen gewünscht gewesen und politisch durchgesetzt worden.
Des Weiteren beklagt Jonitz, dass die Krankenkassen durch Selektivverträge weitere Anreize für eine Mengenausweitung bestimmter Krankheitsbilder geschaffen haben.

Zweitmeinung gegen zu viele Op (Ärzte Zeitung 7.01.2013)
Die AOK Rheinland/Hamburg vermittelt ihren Versicherten bei geplanten orthopädischen Eingriffen ein Gespräch mit einem Klinikarzt. Die Zahl der Bandscheiben-Operationen sei in den vergangenen drei Jahren um 30 Prozent gestiegen. Nach Erfahrung der AOK Baden-Württemberg hätten sich etwa 20 Prozent der Patienten nach Beratung für eine konservative Behandlung entschieden.

Ein Stück näher am Ziel - 5,15 Prozent mehr Honorar in Nordrhein (Ärzte Zeitung 17.01.2013)
Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNo) und die Krankenkassen haben sich darauf geeinigt, dass in Nordrhein in diesem Jahr 5,15 Prozent mehr Geld für die ambulante ärztliche Versorgung zur Verfügung stehen wird. Die Honorare im hausärztlichen Bereich werden um 6,2 Prozent zu und im fachärztlichen Bereich um 4,2 Prozent erhöht.

Honorarverhandlungen: Plus 3,5 Prozent in Bayern (Ärzteblatt 30.01.2013)
Das Landeschiedsamt hat eine Honorarsteigerung von insgesamt 3,5 Prozent festgesetzt. Dieses geschah, nach dem eine Einigung zwischen Krankenkassen und KV auf dem Verhandlungsweg nicht zu erzielen war.

Mehr Fälle, geringere Praxiskosten - Die verkehrte Milchmädchen-Rechnung (Ärzte Zeitung 7.01.2013)
Professor Jonas Schreyögg vom Hamburg Center for Health Economics (hche) hat eine neue Kostenfunktions-Rechnung vorgestellt. In diese Berechnungen gehen ein:
- Kosten für nichtärztliches Personal
- Miete
- Zeitaufwand des Arztes
- Grad der Spezialisierung
- Zahl der Ärzte in einer Praxis
- Qualitätszertifizierung
- Zahl der Fortbildungstage
Resultat dieser Studie ist, dass die Kosten mit zunehmender Fallzahl nicht sinken, wie die Krankenkassen angenommen haben, sondern eher steigen. Dieser Anstieg ist bei Hausärzten und Fachärzten unterschiedlich groß. Wer jedoch Prozesse in der Praxis standardisiert, der kann tatsächlich die Kosten je Fall senken.

NRW-Orthopäden starten "Termin-Offensive" (Ärzte Zeitung 16.01.2013)
Auf die Vorwürfe von Krankenkassen, die Facharztpraxen würden zu wenig Notfalltermine anbieten, hat der nordrhein-westfälische Orthopädenverbund Orthonet geantwortet: Laut Umfrage bei den 400 Orthonet-Mitgliedern fallen pro Mitglied durchschnittlich sechs Notfall-Patienten pro Tag an. Orthonet will die Zahl der Notfalltermine sogar noch steigern.

Ärzte wollen den Sicherstellungsauftrag – aber anders (Ärzteblatt 18.01.2013)
76 Prozent der niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten wollen den Sicherstellungsauftrag für die ambulante Versorgung in den Händen der ärztlichen Selbstverwaltung wissen. Dies ist das Ergebnis einer Befragung der 150.000 niedergelassenen Ärzte durch das Meinungsforschungsinstitut infas. Nach Ansicht des KBV-Vorstandsvorsitzenden Andreas Köhler wünschen die Ärzte zwar den Erhalt des Sicherstellungsauftrages, aber auch bessere Rahmenbedingungen: feste, kostendeckende Preise; Selbstbestimmung über Form und Inhalt der ärztlichen Fortbildung; Wiederherstellung der diagnostischen und therapeutischen Freiheit; keine Regresse bei Verordnungen mehr.
Für eine Auslagerung des Sicherstellungsauftrags aus der ärztlichen Selbstverwaltung votierten nur sechs Prozent der Befragten.

Medi fordert Streikrecht für niedergelassene Ärzte (Ärzteblatt 27.01.2013)
Der Medi-Verbund will die Freiberuflichkeit stärken und dafür Selektivverträge aus bauen und das Streikrecht für Vertragsärzte und –psychotherapeuten erringen.

Der ewige Traum - Streikrecht für Vertragsärzte? (Ärzte Zeitung 28.01.2013)
Medi-Chef Baumgärtner fordert ein Streikrecht für Vertragsärzte. Die herrschende Meinung der Juristen sieht anders aus. Der Verfassungsrechtler Professor Helge Sodan hält kollektive Praxisschließungen im Einzelfall für zulässig. Ein kollektiver Protest müsse jedoch stets von Notdiensten begleitet sein. Das Recht auf Streik gelte nicht für Freiberufler. Ähnlich sähe es die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, so Sodan.

Deutsches Krankenhausinstitut - Jede dritte Klinik in den roten Zahlen (Kma 16.01.2013)
Das "Krankenhaus Barometer" des Deutschen Krankenhausinstituts berichtet, dass im Jahre 2011 31 Prozent der Krankenhäuser rote Zahlen schrieben. Nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) schätzen nur ein Viertel der Kliniken ihre wirtschaftliche Lage als gut ein. Für 2013 erwarten 40 Prozent der Krankenhäuser eine Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Situation. Grund dafür seien milliardenschwere Kürzungen sowie Personal-, Energie- und Sachkostensteigerungen. Durch Zahlungsverzögerungen und -verweigerungen hätten sich Außenstände von 1,1 Milliarden Euro angesammelt.
Aus Sicht der AOK ist das Krankenhaus-Finanzierungssystem völlig aus dem Gleichgewicht geraten, so Uwe Deh, Geschäftsführender Vorstand des AOK-Bundesverbandes. Nach seiner Ansicht "fehlen in Deutschland eine bedarfsorientierte Krankenhausplanung und ein wettbewerbliches Vertragssystem zwischen Krankenhäusern und Krankenkassen."

Darm- und Brustkrebsscreening bei kurzer Lebenserwartung nicht sinnvoll (Ärzteblatt vom 16.01.2013)
Nach Untersuchungen von Sei Lee von der Universität von Kalifornien in San Francisco ist eine Früherkennungsuntersuchung auf Mammakarzinom oder Kolorektalkarzinom nur sinnvoll, wenn die Patienten noch eine Lebenserwartung von mindestens zehn Jahren haben (British Medical Journal BMJ 2013; 346: e8441). Bei einer Lebenserwartung von 5 Jahren seien die Nachteile auf jeden Fall höher als der Nutzen.

Chefarzt-Umfrage - Fast jeder Zweite erhält Boni (Ärzte Zeitung 24.01.2013)
Laut einer Umfrage unter 369 Klinikärzte durch die Stiftung Gesundheit wird knapp 40 Prozent der Chefärzte eine Gratifikation (Boni) auf Basis der Ertragslage des Arbeitgebers gezahlt.

Politik einig - Breite Front gegen Chefarzt-Boni (Ärzte Zeitung 28.01.2013)
Regierung und Opposition unterstützen den Gesetzentwurf gegen die Chefarzt-Boni. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) wertet diesen Gesetzentwurf als "unzulässige Einmischung in die arbeitsrechtliche Privatautonomie der Krankenhäuser".
Bei der Anhörung urteilte der Juraprofessor Helge Sodan, dass ein Verbot der "Chefarzt-Boni" ein zu harter Eingriff in die Rechte der Klinikbetreiber sei.

4.600 Euro Umsatz pro Patient (Ärzte Zeitung 18.01.2013)
Nach einer Studie der Wiener CBSC Unternehmensberatung erzielen die sächsischen Krankenhäuser eine Wertschöpfung von mehr als 4,5 Milliarden Euro jährlich, das sind mehr als 4.600 Euro pro Patient.
Kurzfassung der Studie: http://www.kgs-online.de/media/file/10047.Anlage_zur_PM_Zusammenfassung_Gutachten.pdf

Mehrheit der Deutschen mit Gesundheitswesen zufrieden (Ärzteblatt 21.01.2013)
Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Allensbach sind 82 Prozent der Befragten mit dem Gesundheitssystem zufrieden und verteilen die Noten "gut" oder "sehr gut".

Rechtliches

"Dr. med." vergeht im Tod (Ärzte Zeitung 4.01.2012)
Das OLG Karlsruhe hat geurteilt, dass ein Doktortitel im Sterberegister oder in der Sterbeurkunde nicht mehr genannt werden muss. Es habe zwar bis zum Jahre 2009 ein entsprechendes Gewohnheitsrecht gegeben; danach habe der Gesetzgeber aber entschieden, dass künftig keine akademischen Grade mehr in die Personenstandsregister eingetragen werden sollen. Dies gilt auch für die Nennung des Berufs (Az.: 11 Wx 42/10).

Adipositas-Chirurgie - Kasse muss Hautstraffung nicht zahlen (Ärzte Zeitung 30.01.2013)
Eine Frau hatte nach einer Magenbypass-Operation 70 Kilogramm abgenommen. Danach wollte sie von ihrer Kasse auch die operative Straffung der Haut bezahlt bekommen. Das Sozialgericht Aachen entschied, dass es sich bei der Straffung der Haut nicht um die Behandlung oder Prävention einer Krankheit handle. Bei eventuellen psychischen Belastungen könne die Frau mit Mitteln der Psychiatrie und Psychotherapie behandelt werden, dafür sei kein operativer Eingriff nötig (Sozialgericht Aachen, Az.: S 13 KR 269/12).

Praxismanagement

Qualität in den Praxen - GBA kündigt QM-Bericht an (Ärzte Zeitung 18.01.2013)
Fortschritte werden beim Qualitätsmanagement (QM) in den Vertragsarztpraxen gemeldet: Im Jahre 2011 haben bereits zwei Drittel der Praxen mit einer Weiterentwicklung des QM begonnen, das ist Richtlinien konform.

Abgelenkte Anästhesisten - Mehr Ruhe im OP, bitte! (Ärzte Zeitung 30.01.2013)
Der Lärmpegel im OP liegt durchschnittlich bei 77 Dezibel. Schon die Überfrachtung mit visuellen Reizen verringerte in einer amerikanischen Studie die Aufmerksamkeit der Anästhesisten (Anesthesiology 2013; 118(2): 376). Wenn Störgeräusche hinzukamen, konnte die Wahrnehmungs- und Reaktionsfähigkeit der Anästhesisten um bis zu 17 Prozent herabgesetzt werden.

Europa

Sparpolitik in Spanien - Notaufnahmen bleiben nachts geschlossen (kma 18.01.2013)
Die Sparpolitik der spanischen Regierung hat dazu geführt, dass in zahlreichen Ortschaften die Notaufnahmen von Krankenhäusern in der Nacht geschlossen bleiben.

Hohe Zuzahlungen - Vorbild Skandinavien? (Ärzte Zeitung 24.01.2013)
In Finnland werden die Bürger ab dem 1. Februar 2013 bis 65 (!) Prozent der Arzneimittelkosten selbst bezahlen. Die Finnen zahlen bei einem Besuch in der Arztpraxis oder im Gesundheitszentrum 13,80 Euro, beim Spezialisten 27,50 Euro dazu. Für die Konsultation in den Abend- oder Nachtstunden erhöhen sich die Kosten um weitere 18,90 Euro. Die Zuzahlungen für Arzneimittel haben eine Jahres-Höchstgrenze von 670 Euro.
In Dänemark sieht es ähnlich aus. Nur der Arztbesuch ist ohne Selbstbeteiligung möglich. Bei Arzneimitteln und Zahnbehandlungen zahlt der Patient grundsätzlich die gesamten Kosten bis 120 Euro selbst, danach erhöht sich stufenweise der Eigenanteil.
     Mit diesen Zuzahlungen wollen die nordeuropäischen Länder folgende Botschaften überbringen: 1.Gesundheit ist zwar ein öffentliches Gut, keinesfalls aber ein kostenloses.
2. An der Eingangstür zum Gesundheitswesen gibt es eine spürbare Schwelle durch Zuzahlung und 3. mit Selbstbeteiligungen, die je nach Inflation angepasst werden, soll das Gesundheitssystem gesteuert werden.

EU-Nachhaltigkeitsranking 2012
Ehrbare Staaten?
Die Nachhaltigkeit der öffentlichen Finanzen in Europa in Zeiten der Krise (Stiftung Marktwirtschaft 6.12.2012)
Die Studie zeigt die langfristigen fiskalischen Perspektiven der europäischen Staaten, der USA und der Schweiz auf.
Link: http://www.stiftung-marktwirtschaft.de/wirtschaft/themen/generationenbilanz.html

Allgemeines

Deutsche Männer neigen häufiger zu Übergewicht als Frauen (Ärzteblatt 9.01.2013)
Das Bundesverbraucherschutzministerium teilte mit, dass 67 Prozent der Männer und 53 Prozent der Frauen übergewichtig sind. Bei den 70- bis 74-Jährigen gab es sogar 74 Prozent übergewichtige Männer und rund 63 Prozent übergewichtige Frauen.
Das Ministerium sieht als Hauptursachen eine kalorienreiche Ernährung und zu wenig Bewegung an.

OP-Skandal - Ganzes Arsenal im Patient zurückgelassen (Ärzte Zeitung 14.01.2013)
Bei einer Operation eines 74-Jährigen hat man jetzt 16 verschiedene Fremdkörper entdeckt, darunter eine OP-Nadel und diverses Verbandsmaterial. Vorausging ein jahrelanger Streit um Schmerzensgeld.

Anfragen an den BAO

Anfrage der Sächsischen Landesärztekammer
Liquidation ärztlicher Leistungen nach Amtlicher Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ)
Hier: Anwendung der GOÄ bei Liposuktion am Abdomen

Sehr geehrte Damen und Herren,
von einem Mitglied haben wir die Anfrage erhalten, wie eine Liposuktion am Abdomen gemäß GOÄ abrechnungsfähig sei, da nur die Möglichkeit der Anwendung der GOÄ-Nrn. 2453 – Operation des Lymphödems einer Extremität - und 2454 – Operative Entfernung von überstehendem Fettgewebe an einer Extremität - nach dem Gebührenverzeichnis zur Option stehe.
Nach unseren Recherchen liegen diesbezügliche Empfehlungen bzw. Beschlüsse der Bundesärztekammer nicht vor.
Auf Nachfrage bei der Privatärztlichen Verrechnungsstelle Sachsen wurde bestätigt, dass Mitgliedern die analoge Berechnung der GOÄ-Nrn. 2453 und 2454 im Sinne des § 6 Abs. 2 GOÄ, auch mit der Wahl eines erhöhten Steigerungsfaktors, adäquat für die Liposuktion am Abdomen, empfohlen wird.
Freundlich bitten wir Sie um Ihre fachgutachterliche Bewertung, ob auch nach Ihrer Auffassung eine Abrechnung der Liposuktion am Abdomen analog entsprechend o. g. Abrechnungsziffern nach GOÄ zu befürworten ist.
Für Ihre Unterstützung bedanken wir uns herzlich im Voraus.
Mit freundlichen Grüßen
Antwort des BAO-Präsidenten:
Sehr geehrter Herr …,
in Beantwortung Ihrer Anfrage habe ich mich auch bei Mitgliedern der Deutschen Gesellschaft für Plastische- und Wiederherstellungschirurgie nochmals zu diesem Thema kundig gemacht. Die aktuelle (sehr alte) GOÄ lässt tatsächlich nur den Ansatz der Ziffer 2454 zu. Es ist richtig und gerechtfertigt, diese Ziffer analog für die Fettabsaugung im Bereich des Abdomens anzusetzen. Dieses geschieht wegen der unterschiedlichen Ausprägungen der Operation unter Umständen mehrfach und mit gesteigertem Steigerungssatz. Berufsrechtlich bestehen aus unserer Sicht hier keine Probleme.
Ich hoffe, Ihnen mit diesen Angaben gedient zu haben.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Axel Neumann

Anfrage eines BAO-Mitgliedes.
Sehr geehrte Damen und Herren,
als Mitglied im BAO möchte ich eine Auskunft bzgl. EU Norm bzgl. Dampfsterilisatoren bei Hygienebegehung im OP. Stimmt es, dass die Verlaufsdokumentation über Drucker oder EDV erfolgen muss? Unser regelmäßig gewarteter Webeko würde laut der Aussage des Webeko Mitarbeiters trotz einwandfreier Funktion aufgrund der nicht vorhandenen Druck-EDV-Dokumentation einer Hygieneprüfung nicht standhalten die Nachrüstung wäre einem Neugerät gleich? Wir operieren vorwiegend arthroskopisch ca. 500 Eingriffe/Jahr in eigenem Op. Qualitätsdokumentation AQS 1.
Mit freundlichen Grüßen
Antwort des BAO-Präsidenten:
Lieber Herr Kollege,
so unsinnig das auch ist - es stimmt! Manchmal wird es geduldet - also vorsichtig taktieren, nicht gleich neu kaufen! Begehung abwarten.
In ihrer KV nachfragen zum aktuellen Stand in Ihrem Bundesland.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Axel Neumann

Termine

Bundeskongress Chirurgie – Jahrestagung des BAO
1.03. – 3.03.2013, NCC Ost, Nürnberg
näheres s. http://www.operieren.de/content/e3472/e7507/e38145/

10th International Congress on Ambulatory Surgery
5-8 May, 2013
Budapest, Hungary
http://www.iaas2013congress.com/

Dr. Jörg Hennefründ, Prof. Dr. Jost Brökelmann, Redakteure BAO-Newsletter
Bundesverband für Ambulantes Operieren e.V. – BAO
Präsident Dr. med. Axel Neumann
Vereinsregister: Amtsgericht Bonn VR 6346
Sterntorbrücke 1, D-53111 Bonn
Tel.: 0228-692423, Fax: 0228-631715
E-Mail: baobonn@t-online.de
Internet: http://www.operieren.de

Helmsauer & Kollegen...
Der Spezialist für das Gesundheitswesen
Persönlicher Kontakt, Vertrauen und Stabilität stehen bei uns an erster Stelle, wenn es um die Beratung im Bereich der Versicherung, Betriebswirtschaft sowie der Abrechnung geht.
http://www.helmsauer-gruppe.de/

Die Helmsauer Gruppe führt auch Praxisbewertungen durch. Auf diesem Gebiet hat sie mehr als drei Jahrzehnte Erfahrung.
Tel. 0911-929203

Justiziar des BAO

Kostenfreie Mitglieder Telefon-Hotline für alle rechtlichen Fragen
- weiter

Chirurgen Magazin + ...

Heft 83, Ausgabe 1 – Februar 2017
Praxismanagement: Wie schütze ich meine Praxis für den Notfall vor finanziellem Chaos und Insolvenz?
- weiter

autsch!

autsch! Wenn Politik weh tut Politik drängt ambulante OP-Praxen ins Abseits.
- weiter

Helmsauer & Kollegen...

Der Spezialist für das Gesundheitswesen
Persönlicher Kontakt, Vertrauen und Stabilität stehen bei uns an erster Stelle, wenn es um die Beratung im Bereich der Versicherung, Betriebswirtschaft sowie der Abrechnung geht.
- weiter

Mitglieder-Login

Geschlossener Bereich für Mitglieder des BAO.
- weiter

Partner PKG

Die Deutsche Praxisklinikgesellschaft (PKG) e.V. ist ein Zusammenschluss von Operationszentren, Tages- und Praxiskliniken und medizinischen Versorgungszentren, in denen ambulante und praxisklinische Operationen durchgeführt werden.
- weiter

Partner AND

Das AND e.V. als Zusammenschluss regionaler Anästhesie-Netze und –Genossenschaften vertritt auf Bundesebene Interessen der freiberuflich tätigen und niedergelassenen Anästhesisten.
- weiter

BVASK

Der Berufsverband für Arthroskopie e. V.
- weiter